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23-01-2012 Ukraine
Pressekonferenz des ukrainischen Premierministers Asarow


Die Ukraine plant, im laufenden Jahr das nominale Bruttoinlandsprodukt auf 1,5 Billionen Griwna (187,5 Milliarden US-Dollar) zu vergrößern. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Jahres das nominale BIP des Landes etwa 1,3 Billionen Griwna (163 Milliarden US-Dollar) betrug. Der Premierminister unterstrich, dass es der Ukraine im vergangenen Jahr im Großen und Ganzen "gelang, die Wendung, die Stabilisierung der Entwicklung des Landes trotz der äußerst ungünstigen Bedingungen zu erreichen".




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Keine IWF-Kredite im Jahr 2012

Asarow ist sich sicher, dass das Land im laufenden Jahr ohne Kredite des Internationalen Währungsfonds auskommen kann. "Ich habe keine Zweifel daran, dass wir auskommen", sagte er, indem er daran erinnerte, dass das Land im vergangenen Jahr keine Kreditmittel des Fonds benötigt hatte.

Asarow betonte dabei, dass die Ukraine doch an der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Finanzinstitutionen interessiert ist, und dass Ende Januar eine turnusmäßige Runde von Verhandlungen stattfinden wird. "Wir werden alles tun, dass dieses Programm in die Tat umgesetzt wird", sagte der Premier.

Problem hohe Gaspreise

Asarow hat erklärt, dass die Lösung des Problems der hohen Preises für das aus Russland zu importierende Gas das Schlüsselproblem der Führung des Landes für das laufende Jahr ist. "Gelingt es uns, das Problem des Gaspreises mit Russland zu lösen, so schaffen wir damit alle Schlüsselfragen für das Jahr 2012. Im laufenden Jahr stellen wir uns die Aufgabe, dieses Problem eindeutig zu lösen", hob er hervor. Asarow betonte noch einmal, dass die gegenwärtigen Zahlungen für Gas "unsere Wirtschaft entkräften".

Keine einseitigen Zugeständnisse beim Gaspreis

Die "Gasverhandlungen" zwischen Kiew und Moskau verlaufen sehr kompliziert, aber die Ukraine hat nicht vor, die Zugeständnisse einseitig zu machen. Der Premier unterstrich, dass Kiew bei dem Verhandlungsprozess die nationalen Interessen des Staates konsequent verteidigt. "Es ist widerwärtig, die Meinung der Dilettanten, der Politikaster zu hören, die in dieser komplizierten Situation zu dem Thema spekulieren, dass wir angeblich nachgeben. Die nationalen Interessen des Landes wurden am 19. Januar 2009 verraten. Wir leiden und quälen uns bereits drei Jahre", hob der Premier hervor.

Asarow unterstrich, dass Kiew bei den Verhandlungen auf dem dreiseitigen Format bei der Schaffung eines Konsortiums für die Verwaltung des ukrainischen Gastransportsystems beharrt und diese Variante "die einzig mögliche ist". Der Premier sagte zum Abschluss, er möchte, dass die Verhandlungen "so schnell wie möglich verlaufen".

Beitritt zur Zollunion

Die Ukraine schließt ihren Beitritt zur Zollunion mit Russland, Weißrussland und Kasachstan nicht aus. Er teilte mit, dass gegenwärtig diese Vereinigung 'real funktioniert' und die Ukraine die Ergebnisse dieser Arbeit real prüft. Er erinnerte daran, dass die ukrainische Seite früher die Variante Format 'drei plus eins' für einer Möglichkeit der Integration des Landes vorgeschlagen hatte, und er unterstrich, dass in dieser Frage es für alle Seiten nötig ist, "eine einfache und verständliche Verhandlungssprache auszuarbeiten". "Wir werden sehen", sagte Asarow über die Perspektiven der weiteren Arbeit der Regierung in diese Richtung.
[russland.RU]
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