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09-09-2011 Ukraine
Zollunion: Zahlungsbilanz der Ukraine kann um sechs bis neun Milliarden Dollar steigen


Experten des Zentrums für Integrationsforschung der Eurasischen Entwicklungsbank (kurz EAEB) prognostizieren, dass die Ukraine im Falle eines Beitritts zur Zollunion Russlands, Kasachstans und Weißrusslands einen erheblichen Gewinn erzielen und die Zahlungsbilanz des Landes danach um sechs bis neun Milliarden Dollar steigen wird.




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Das Forschungsvorhaben wurde unter Mitwirkung des Instituts für volkswirtschaftliche Prognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften und des Instituts für Wirtschaft und Prognosen der ukrainischen Nationalen Akademie der Wissenschaften durchgeführt. Russische und ukrainische Experten wollten gemeinsam Fragen über die möglichen Folgen eines Beitritts zur Zollunion und zum Einheitlichen Wirtschaftsraum im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft für die Ukraine klären.

Laut Mitteilung des Pressedienstes der EAEB "kann der potenzielle Wirtschaftseffekt des Beitritts der Ukraine zur Zollunion nach vorläufigen Angaben eine Erhöhung der Zahlungsbilanz des Landes um sechs oder sogar neun Milliarden US-Dollar pro Jahr zur Folge haben". "Die ukrainischen Exporte, vor allem die Exporte von Metallurgie- und Maschinenbauerzeugnissen, nach Russland können ein Wachstum von fünf bis acht Milliarden Dollar verzeichnen", hieß es in der Mitteilung.

"Ich zweifle nicht daran, dass die wirtschaftliche Integration auf der Basis des Einheitlichen Wirtschaftsraums allen Beteiligten hohen Nutzen bringt", bemerkte in diesem Zusammenhang der Direktor des Instituts für volkswirtschaftliche Prognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften Akademiemitglied Viktor Iwanter. Der für die Analytik zuständige Exekutivdirektor der Eurasischen Entwicklungsbank Wladimir Jassinski erläuterte: "Seit zwei Jahren widmet die Bank der Analyse der regionalen wirtschaftlichen Integration im eurasischen Raum besonders viel Aufmerksamkeit. Wir arbeiten in diese Richtung, nachdem die Zollunion gegründet worden ist."

Das Zentrum für Integrationsforschung wurde im Juni 2011 in Sankt Petersburg von der EAEB gegründet. Die im Januar 2006 von Russland und Kasachstan gegründete EAEB ist eine internationale Finanzorganisation, deren Grundkapital mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar beträgt. Zu den Beteiligten gehören Russland, Kasachstan, Weißrussland, Tadschikistan, Armenien und Kirgisien.
[russland.RU]
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