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10-02-2010 Ukraine
Janukowitsch: Beziehungen zwischen Ukraine und Russland haben Priorität
Der Sieger der ukrainischen Präsidentschaftswahl, Viktor Janukowitsch, will den Beziehungen zu Russland in seiner Außenpolitik Vorrang einräumen. Auch die anderen in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) organisierten ehemaligen Sowjetrepubliken würden bei den auswärtigen Beziehungen bevorzugt, erklärte Janukowitsch am Mittwoch in seinem ersten außenpolitischen Statement nach seinem Wahlsieg.




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Die GUS-Staaten, zu denen auch die Ukraine zählt, seien "eng in Wirtschaft, Kultur und Geschichte verbunden" und ergänzten sich in ihren Wirtschaftsleistungen. "Diese Vorteile sollten zum Wohl unserer Völker genutzt werden", fügte Janukowitsch hinzu. Unter dem scheidenden Präsidenten, Viktor Juschtschenko, hatten sich die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau deutlich verschlechtert. Sein pro-europäischer Kurs brachte die Ukraine jedoch dem Ziel kaum näher, offizieller Beitrittskandidat der NATO und der EU zu werden.

Janukowitsch wandte sich auch an seine Rivalin, Regierungschefin Julia Timoschenko. "Ich rufe die Ministerpräsidentin auf, zurückzutreten und in die Opposition zu gehen", erklärte Janukowitsch auf der Website seiner Regionenpartei. Timoschenko müsse einsehen, "dass die Grundlage der Demokratie der Wille des Volkes" sei. "Demokratische Führer werden Wahlergebnisse immer anerkennen", führte der designierte Staatschef hinzu. Die Ukraine könne keine neue Krise gebrauchen.

Timoschenko war bei der Stichwahl um das Präsidentenamt knapp unterlegen. Sie errang 45,47 Prozent der Stimmen, ihr Rivale Janukowitsch kam auf 48,95 Prozent. Janukowitsch war bereits nach der Präsidentschaftswahl im November 2004 zum Sieger erklärt worden. Wegen des Verdachts der Wahlfälschung gingen damals tausende Menschen gegen ihn auf die Straße. Der Oberste Gerichtshof erkannte ihm schließlich den Sieg ab und ordnete Neuwahlen an. Timoschenko gehörte damals zu den Anführern der Orangenen Revolution. [afp/russland.RU]

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