Geheimdiensteklat: Russischer Spion in Ukraine verhaftet
Fünf mutmaßliche russische Spione sind in der Ukraine nach Behördenangaben auf frischer Tat ertappt und festgenommen worden.
Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) habe am 27. Januar eine Aktion von Agenten des russischen Geheimdienstes FSB in der Gegend von Odessa vereitelt, erklärte am Dienstag SBU-Chef Valentin Naliwaitschenko.
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Die fünf Verdächtigen hätten versucht, durch Drohungen und Erpressung an ukrainische Staatsgeheimnisse zu kommen. Bei ihnen seien eine in einem Stift versteckte Kamera und als Schlüsselanhänger getarnte Speicherkarten gefunden worden. Gegen den mutmaßlichen Anführer, ein gewisser Wladimir Alexandrow, Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, sei ein Spionage-Verfahren eingeleitet worden, er sei weiter in Haft. Seine vier mutmaßlichen Komplizen wurden ausgewiesen, gegen sie wurde ein Einreiseverbot verhängt.
Der russische Geheimdienst FSB bestätigte die Festnahme ihres Mitarbeiters in der Ukraine. "Es ist erstaunlich, dass der SBU den Vorfall bekannt machte", wundert sich der russische Geheimdienst. Derartige Zwischenfälle würden normalerweise von den zuständigen Behörden "intern" geregelt.
[afp/russland.RU]