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25-01-2010 Ukraine
Signal der Entspannung: Neuer Botschafter Russlands in der Ukraine eingetroffen


Ein knappes halbes Jahr nach seiner Ernennung ist der russische Botschafter für die Ukraine, Michail Surabow, am Montag in Kiew eingetroffen. Es sei eine "große Ehre" und eine "große Verantwortung" für ihn, den Präsidenten und das Volk Russlands zu repräsentieren, sagte Surabow laut der Nachrichtenagentur Interfax am Flughafen von Kiew auf russisch und auf ukrainisch.




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Präsident Dmitri Medwedew hatte vergangenen Woche angekündigt, Surabow nun tatsächlich in die Ukraine zu entsenden. Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine waren zuletzt gespannt. Mitte August hieß es zunächst, wegen der "anti-russischen" Ausrichtung der Politik des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko werde die Entsendung Surabows hinausgezögert. Im ersten Durchgang der ukrainischen Präsidentschaftswahl Mitte Januar war Juschtschenko jedoch abgewählt worden - er kam nur noch auf gut fünf Prozent der Stimmen. Das Rennen wird bei einer Stichwahl am 7. Februar zwischen dem früheren Regierungschef Viktor Janukowitsch und der amtierenden Ministerpräsidentin Julia Timoschenko entschieden. Surabows Entsendung gilt als Zeichen der Entspannung in den Beziehungen zwischen Moskau und Kiew.

Die Vizevorsitzende der Parlamentsfraktion der "Partei der Regionen", Anna German, erklärte in diesem Zusammenhang: "Die baldige Ankunft des russischen Botschafters ist ein Stabilisierungsfaktor für die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine". Sie dementierte zugleich Behauptungen einer Reihe von Experten, wonach es eine Verbindung zwischen der Ankunft des Botschafters in Kiew und den Planen Moskaus bezüglich der Beeinflussung der zweiten Runde der Präsidentenwahl in der Ukraine gebe. "Mit einem Botschafter geht es jedenfalls besser als ohne. Wenn ein Staat seinen Botschafter aus einem anderen Staat abberuft, ist es ein Zeichen der Zuspitzung der bilateralen Beziehungen. Wir sind daran interessiert, die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine zu verbessern", betonte German.

Seitens der Regierungschefin und Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko gibt es bislang keine Kommentare. [ afp/russland.RU ]

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