Russland – Ukraine nach der Wahl: Medwedew setzt auf Entspannung
Nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl in der Ukraine gibt es Anzeichen für eine Entspannung in den Beziehungen zwischen Moskau und Kiew. Der russische Präsident Dmitri Medwedew entschied am Dienstag, den vor fünf Monaten ernannten Botschafter Michail Surabow nun tatsächlich in die Ukraine zu entsenden.
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Medwedew hatte am 11. August erklärt, die Entsendung Surabows werde wegen der "anti-russischen"
Ausrichtung der Politik des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko hinausgezögert.
"Ich glaube, Sie sollten Ihre Stelle als Botschafter in der Ukraine antreten", sagte Medwedew am Dienstag laut Meldungen russischer Nachrichtenagenturen zu Surabow. Der russische Staatschef teilte ferner mit, dass er den Diplomaten per Erlass nicht nur zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Russlands in der Ukraine, sondern auch zum Sonderbeauftragten des Präsidenten für Fragen des Ausbaus der handelspolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine ernannt hatte.
Juschtschenko wurde im ersten Durchgang der ukrainischen Präsidentschaftswahlen abgewählt - er kam nur noch auf gut fünf Prozent der Stimmen. Das Rennen wird bei einer Stichwahl am 7. Februar zwischen dem früheren Regierungschef Viktor Janukowitsch und der amtierenden Ministerpräsidentin Julia Timoschenko entschieden. Janukowitsch stand in den vergangenen Jahren für eine klare pro-russische Ausrichtung der Politik in der Ukraine, Timoschenko stand ursprünglich an der Seite Juschtschenkos, suchte aber in den vergangenen Monaten den Ausgleich mit Russland.
[ russland.RU ]