Janukowitsch verspricht "pragmatische und ausgewogene Außenpolitik"
Der ukrainische Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch, Chef der "Partei der Regionen", hat am Donnerstag in einem Interview mit der Zeitung "Komsomolskaja Prawda w Ukraine" versichert: "Wenn ich bei der Präsidentschaftswahl siege, werde ich eine pragmatische und ausgewogene Außenpolitik verfolgen."
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Janukowitsch zufolge "wartet Europa nicht mit ausgebreiteten Armen darauf, dass die Ukraine kommt". Die Republik sollte zuerst ein europäisches Lebensniveau erreichen, meinte er.
"Die Ukraine sollte ein blockfreier Staat sein und bleiben. Wir werden keinen Beitritt zur NATO und zur OVKS anstreben und die Neutralität erhalten", betonte Janukowitsch. Er erklärte sich zugleich bereit, "die Initiative des Präsidenten Russlands Dmitri Medwedew zur Gründung eines neuen europäischen Systems der kollektiven Sicherheit, die bereits vom Staatsoberhaupt Frankreichs, Nicolas Sarkozy, unterstützt wird, zu erörtern".
Er erinnerte ferner an den Konflikt in Südossetien und bemerkte in diesem
Zusammenhang: "Es zeigt sich hier deutlich, dass die Ukraine die Vermittlerrolle spielen sollte, ohne eine der Konfliktseiten zu unterstützen. Es wäre natürlich wünschenswert, dass es gar nicht zu solchen Konflikten kommt, aber im Fall eines Konfliktes sollte man alle notwendigen Voraussetzungen schaffen, um die schwierigsten Probleme baldmöglichst zu lösen und keine Eskalation zuzulassen."
Janukowitschs Team wird die Beziehungen zu Russland und anderen GUS-Mitgliedsstaaten auf Basis der Prinzipien "Gemeinsamer Wirtschaftsraum im Format 'drei plus eins', nämlich Russland, Kasachstan, Weißrussland und die Ukraine" und der WTO-Prinzipien gestalten, fügte der Politik hinzu.
"Die Ukraine sollte außerdem ein zuverlässiger Partnerstaat Russlands und der EU in der Gasbranche sein", ergänzte er. [ russland.RU ]