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03-12-2004 Ukraine
Russischer Politiker bezeichnet Ereignisse in der Ukraine als "Export der Revolution"
Gennadi Selesnjow, ehemaliger Vorsitzender der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), will bei der Beratung der Interparlamentarischen Vollversammlung der GUS vorschlagen, in der nächsten Plenarsitzung der Vollversammlung eine Resolution zur Situation in der Ukraine zu verabschieden.

"Heute findet die Beratung der Interparlamentarischen Vollversammlung der GUS statt, und ich werde mich bestimmt dafür einsetzen, dass in der morgigen Plenarsitzung eine Resolution zur Situation in der Ukraine angenommen wird", sagte Selesnjow in einem Interview für RIA Nowosti.

Die Erklärung der Duma zur Situation in der Ukraine fand der Ex-Dumavorsitzende gerechtfertigt.

"Das Europaparlamment mischt sich ziemlich rücksichtslos in die Angelegenheiten der Ukraine ein, deshalb ist die Reaktion der Duma-Abgeordneten nur natürlich. Es wäre schön, wenn uns die anderen GUS-Länder unterstützten und wenn dieses Thema in der Plenarsitzung der Interparlamentarischen Vollversammlung der GUS, die am Samstag stattfindet, angeschnitten wird", sagte Selesnjow, der an den Veranstaltungen der Interparlamentarischen Vollversammlung in Petersburg teilnimmt.

Selesnjow bezeichnete vor Journalisten die Situation in der Ukraine als "sehr alarmierend".

"Nun haben wir begriffen: Was in den Straßen von Kiew vorgeht, ist kein spontaner Aufruhr, sondern eine gut vorbereitete Aktion. Dass es sich um einen Export der Revolution handelt, ist sogar an der Symbolik zu sehen. Die Orangen sind in der Ukraine nicht heimisch, und da werden sie über Nacht zum Symbol der Liberalen", so Selesnjow.

"Wenn das Oberste Gericht der Ukraine jetzt ein Urteil fällt und die Wahlen für ungültig erklärt, muss die Rada (das ukrainische Parlament) ein neues Gesetz verabschieden und neue Wahlen, keinesfalls aber eine neue Stichwahl verkünden", meint Selesnjow. (RIA)

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