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26-05-2009 Ukraine
Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine könnte in die nächste Runde gehen



Zwischen Russland und der Ukraine droht ein neuer Gasstreit: "Was die Bezahlung der Gaslieferung für Mai angeht, betrachten wir die Lage als sehr, sehr schwierig", sagte der Chef des russischen Energieriesen Gazprom, Alexej Miller, nach Angaben von russischen Nachrichtenagenturen am Montag.




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Sollte der ukrainische Versorger Naftogas nicht fristgerecht zahlen, "hätte Gazprom alle Gründe, um in Zukunft eine Vorauszahlung von hundert Prozent zu verlangen", ergänzte Miller. Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte bereits am Freitag Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Ukraine geäußert.

Gasprom-Sprecher Sergej Kuprijanow informierte seinerseits, dass Miller gestern mit seinem ukrainischen Kollegen Oleg Dubina (Naftogas Ukrainy) zusammengekommen sei, wobei diverse Fragen besprochen worden seien, die die Ministerpräsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Julia Timoschenko, bei ihrem jüngsten Treffen in Astana (Kasachstan) erörtert hatten. Im Mittelpunkt haben die rechtzeitige Bezahlung russischer Gaslieferungen und die der ukrainischen Seite für die Füllung ihrer Behälter nötige Gasmenge gestanden. Die Gasprom zur Verfügung gestellten Informationen beweisen die äußerst schwere Finanzlage von Naftogas Ukrainy, unterstrich Kuprijanow. Der Konzern sei kaum imstande, den Mai-Lieferungen zu bezahlen.

bei russland.RU
In einem Schwerpunkt über den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat russland.RU Daten, Fakten, Hintergründe, Kommentare und Analysen zusammengefasst. ...


Im Sommer werde der ukrainische Vertragspartner Naftogaz weniger Gas an seine Verbraucher liefern, deswegen würden seine Erlöse schrumpfen. Somit würden wiederum die Risiken für Gazprom weiter steigen, so Gasprom-Chef Alexej Miller.

Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte Ende der vergangenen Woche bei einem Treffen mit seiner ukrainischen Amtskollegin Julia Timoschenko gesagt, Russland könne für das Gastransit nach Europa vorschussweise zahlen, damit die Ukraine von diesem Geld ihre Gasankäufe zum Teil bezahle.

Gegen dieses Angebot hatte sich zuvor jedoch der ukrainische Präsident Juschtscheko aufgelehnt. Er beklagt, dass die Ukraine zu wenig Geld für den Transit erlöse. Juschtschenko befürchtet auch, dass Russland letztendlich Anteile am ukrainischen Pipelinenetz im Zuge der Schuldentilgung fordere. Vor diesem Hintergrund kritisiert Juschtschenko heftig alle von Timoschenko ausgehandelten Vereinbarungen mit Russland.

Gazprom hatte zuletzt im Januar nach einem Streit über offene Rechnungen und die Höhe des Gaspreises die Lieferungen an die Ukraine eingestellt. Da eine wichtige Pipeline durch das Land verläuft, hatte der Gasstreit auch Folgen für Europa: In Südosteuropa waren einige Staaten vollkommen von der Gasversorgung abgeschnitten, da die Ukraine eine Weiterleitung des russischen Gases unterbrach. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union beziehen rund 40 Prozent ihres importierten Gases aus Russland, rund 80 Prozent davon werden über die Ukraine geliefert. [ russland.RU ]


Stillstand-Streit-Verschw eigen


Zum Thema Falschinformation durch deutsche Medien beim Thema Russland noch eine kleine Ergänzung zum Beitrag "Zensur durch Verschweigen": Das russland.TV-Nachrichtenspecial zum Höhepunkt der Gaskrise am 17.1.2009.





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