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22-05-2009 Ukraine
Zwischen Russland und Ukraine droht neuer Gasstreit



Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine droht nach russischen Angaben eine "neue Krise". Mit diesen Worten zitierten russische Medien einen Begleiter von Ministerpräsident Wladimir Putin, der sich am Donnerstag zu einem Besuch in Kasachstan aufhielt.




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Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz rechnet Russland mit Zahlungsschwierigkeiten. Putin sollte bei dem Treffen der Ministerpräsidenten der ehemaligen Sowjetrepubliken in Astana auch mit seiner ukrainischen Kollegin Julia Timoschenko zusammenkommen.

Der ukrainische Energiekonzern Naftogas Ukrainy (Öl und Gas der Ukraine) hat keine Mittel für den Gasankauf zwecks Füllung seiner Behälter im Sommer und auch keine Möglichkeit, Marktmittel dafür heranzuziehen, so ein Insider der russischen Delegation, die Premierminister Wladimir Putin auf seiner Arbeitsreise nach Kasachstan begleitet.

Er betonte gleichzeitig, dass Gasprom den Gastransit 2009 vollständig im Voraus bezahlt hatte, so dass die ukrainische Seite auch auf diese Weise kein Geld anschaffen kann.

"Wenn die finanzielle Lage von Naftogas Ukrainy tatsächlich so miserabel ist, wie das Zentrum für Energieforschungen beschreibt, dann kann man im Prinzip feststellen, dass wir an der Schwelle einer neuen Krise stehen", betonte er. Für den kommenden Freitag ist in Astana ein Treffen Wladimir Putins mit seiner ukrainischen Kollegin Julia Timoschenko geplant.

Keine Entscheidung über Kreditierung der Ukraine getroffen

In Moskau hat man über die Kreditierung der Ukraine mit fünf Milliarden Dollar noch nicht entschieden, sagte Vize-Finanzminister Dmitri Pankin.

Er erinnerte, dass die ukrainische Seite im Februar den Kredit offiziell beantragt hatte. "Die Kontakte über das Zusammenwirken der Länder im Finanzbereich werden fortgesetzt", versicherte Pankin.

Auch der russische Premierminister Putin hatte darauf verwiesen, dass die Frage von der Kreditierung der Ukraine immer noch nicht entschieden worden wäre. Ihm zufolge geht es um die Füllung ukrainischer Behälter mit etwa 19-20 Milliarden Kubikmeter Gas für fünf Milliarden Dollar, damit der Gastransit nach Europa problemlos verläuft.

Nach Auffassung der ukrainischen Seite könnte der Kredit durch den kostenlosen Gastransit allmählich getilgt werden. Putin verwies auf die von der Ukraine und der EU Ende März unterzeichnete Deklaration über eine Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems, die die Entstehung einer neuen juristischen Person vorsieht, die den Gastransit übernehmen könnte. Damit habe die russische Seite keine Garantien für den störungsfreien Transit, was sie sich keineswegs gefallen lasse, warnte der Premier.

Im Januar hatte ein erbitterter Streit zwischen Moskau und Kiew zum wochenlangen Stopp der russischen Gaslieferungen durch das Transitland Ukraine nach Europa geführt. [ russland.RU ]


Stillstand-Streit-Verschweigen


Das russland.TV-Nachrichtenspecial zum Höhepunkt der Gaskrise am 17.1.2009




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