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12-03-2009 Ukraine
Ukraine braucht Kredite – Auch aus Russland


Die Ukraine braucht Kreditmittel für insgesamt 6,5 Milliarden US-Dollar, sagte der Vorsitzende der Obersten Rada (Parlament), Wladimir Litwin am Mittwoch in Simferopol (autonome Republik Krim).




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Dies sei zwar eine "nicht allzu große Summe, aber es gibt auch nicht so viele Länder, die uns diese Mittel geben wollen", stellte er fest.

Bezüglich der Initiative der Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, bei Russland einen Kredit für fünf Milliarden Dollar zu beantragen, sagte Litwin, daran gebe es "nichts Schlimmes". Wenn aber die Ukraine und Russland den Kredit vereinbaren, dann müssen seine Bedingungen – die Frist, den Prozentsatz etc. etc. – strikt bestimmt werden, warnte der Radavorsitzende. Litwin hält es für "zweckmäßig", einen Kredit von Russland zu erhalten.

Russischer Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin hatte kürzlich informiert, dass Russland von der Ukraine einen offiziellen Antrag auf den Kredit von fünf Milliarden Dollar erhalten hatte. Ihm zufolge finden zurzeit Beratungen mit dem ukrainischen Finanzministerium statt.

Der ukrainische Vizepremier Grigori Nemyrja hatte heute seinerseits informiert, dass Kiew die vom IWF gestellten Bedingungen für die weitere Kreditierung mit zwei Milliarden Dollar akzeptiert hatte. Im November 2008 hatte der IWF entschieden, der Ukraine einen Stabilisierungskredit in Höhe von 16,4 Milliarden Dollar zu gewähren. Gleich danach erhielt Kiew die erste Rate von 4,5 Milliarden Dollar.

Die Ukraine braucht ausländische Finanzmittel für die Stabilisierung der Wirtschaftssituation.

Juschtschenko: IWF setzt sein Kreditprogramm in Ukraine demnächst fort

Der IWF wird die Umsetzung seines Kreditprogramms in der Ukraine in nächster Zeit fortsetzen, so der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko am Mittwoch zu Journalisten nach einer Beratung mit Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und dem Vorsitzenden der Nationalbank, Wladimir Stelmach.

Nach seinen Worten lassen sich "große positive Änderungen" beobachten. "Meines Erachtens hat die ukrainische Seite heute die wiederholte Korrektur ihrer Schritte beendet, die für die Anknüpfung des Dialogs und für die Fortsetzung des Arbeitsprogramms mit dem Internatonalen Währungsfonds erforderlich sind", so Juschtschenko.

Die Regierung hatte heute versprochen, dass sie sich in die Arbeit der Nationalbank nicht einmischen wird, wie der IWF verlangt hatte. Damit eröffnet sich für die Ukraine die Möglichkeit, die zweite zwei Milliarden Dollar große Rate des IWF-Kredits zu erhalten. [ russland.RU ]

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