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19-02-2009 Ukraine
Ukraine droht keine Zahlungsunfähigkeit
In der Ukraine wird es keinen Absturz der nationalen Währung Griwna geben. Das sagte Ministerpräsidentin Julia Timoschenko am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kiew. "Was den Wirtschaftszusammenbruch angeht, so tut es mir Leid, dass einzelne Politiker mit diesem Wort jonglieren", betonte sie.



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"Der Staat und staatliche Unternehmen zahlen alle Kredite, die in den jüngsten 17 Jahren gewährt wurden, samt Zinsen rechtzeitig zurück."

Die staatlichen Auslandsschulden der Ukraine haben sich Ende Oktober auf 14 Milliarden US-Dollar belaufen. Wie einige ukrainische Politiker warnen, kann die Verschuldung bei der Aufnahme eines IWF-Kredits von 16,43 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2013 auf 36 Milliarden US-Dollar steigen.

Die Gold- und Devisenbestände der Nationalbank der Ukraine haben sich im Oktober um 14,9 Prozent bzw. 5,6 Milliarden US-Dollar verringert und lagen zum 31. Oktober bei 31,92 Milliarden US-Dollar.

Der IWF beschloss im November 2008, Kiew einen Stabilisierungskredit in Höhe von 16,43 Milliarden US-Dollar zu gewähren, der das Vertrauen in den Finanzsektor und die Wirtschaft des von der Weltfinanzkrise stark betroffenen Landes festigen sollte.

Die erste Tranche in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar ist bereits an die Ukraine überwiesen worden. Die Bereitstellung der zweiten Tranche von fast zwei Milliarden Dollar wurde jedoch wegen der Weigerung der ukrainischen Regierung gestoppt, das Haushaltsdefizit des Landes 2009 entsprechend der Forderung des IWF zu kürzen. Das heutige Haushaltsdefizit beträgt ca. drei Prozent.

Präsident Viktor Juschtschenko befürchtet, dass die Zusammenarbeit der Ukraine mit dem IWF schwierig wird. "Es gibt ernste Meinungsdifferenzen zwischen der Regierung der Ukraine und dem IWF in Bezug auf den Haushalt. Die Mission hat die Überprüfung der Zusammenarbeit für 2009 nicht abgeschlossen. Diese Frage wurde in Zweifel gezogen", teilte Viktor Juschtschenko am Mittwoch mit.

Wenn die Zusammenarbeit der Ukraine mit dem IWF 2009 nicht fortgesetzt wird, kann das negative Folgen für die ukrainische Wirtschaft haben, zitierte die ukrainische Agentur UNIAN den Präsidenten.

Der IWF hält jedoch weitere Verhandlungen über die Zusammenarbeit mit der Ukraine für möglich. Timoschenko hählt diese Diskussionen für Wahlkampf. Das Thema Wirtschaftseinsturz sei "in der schmutzigen Präsidentenwahlkampagne" ins Gespräch gebracht worden. [ russland.RU ]

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