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18-02-2009 Ukraine
Rücktritt des Finanzministers schwächt ukrainische Wirtschaft
Der Rücktritt des Finanzministers Viktor Pinsenik wird negative Folgen für die ukrainische Wirtschaft haben, sagte Präsident Viktor Juschtschenko am Dienstag während einer Reise durch das Gebiet Chmelnizki.



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"Der Verlust eines solchen Mitarbeiters ist das Ergebnis der unprofessionellen Politik der Regierung", stellte er fest. "Ich bin mir sicher, dass diesem Verlust eine ganze Reihe von negativen Prozessen im ukrainischen Haushaltsbereich folgen."

Pinseniks Rücktritt sei ein Beweis dafür, dass "kein einziger Minister in der jetzigen Regierung seine Kenntnisse und Erfahrungen realisieren kann." "Es tut mir sehr Leid, dass solche professionellen, ehrlichen und den Interessen des Landes treuen Menschen keine Chance haben, als Regierungsmitglieder ihre Möglichkeiten umzusetzen", so der Staatschef.

Wie lange Juschtschenko noch seinem Land treu dienen kann bzw. soll, ergab die jüngste Umfrage des internationalen Instituts für Soziologie in Kiew, die vom 29. Januar bis 5. Februar in allen Regionen der Ukraine 1642 Menschen befragte.

Mehr als zwei Drittel der Ukrainer plädieren für den Rücktritt des Präsidenten. Wie die ukrainische Agentur UNIAN am Dienstag berichtete, sprachen sich 70,9 Prozent für Juschtschenkos Rücktritt und nur 19,3 Prozent dagegen aus.

43,1 Prozent fordern auch den Abgang von Regierungschefin Julia Timoschenko, 45,2 Prozent wollen, dass sie bleibt, hieß es.

Er habe allerdings Verständnis für die Logik der jüngsten Schritte des Ex-Ministers, darunter für seine Weigerung, die Wirtschaftspolitik der Regierung zu unterstützen. Die Oberste Rada hatte zuvor in der heutigen Sitzung dem Rücktritt Pinseniks stattgegeben.

Vorige Woche hatte er das Rücktrittsgesuch eingereicht und erklärt, es wäre "sinnlos" gewesen, weiter Minister zu bleiben. Ministerpräsidentin Julia Timoschenko bewertete diesen Schritt als "Äußerung der Schwäche unter extremen Bedingungen". [ russland.RU ]

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