russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


23-01-2009 Ukraine
Ukraine: Sitzung des Sicherheitsrates verschoben
Die ursprünglich für den kommenden Freitag anberaumte Sitzung des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates findet nicht statt. Das teilte die Leiterin der Hauptverwaltung für politische Informationen im Präsidialamt, Larissa Mudrak, am Donnerstag Journalisten mit.



Werbung




"Für Freitag wird die Sitzung nicht geplant. Die Sitzung des Sicherheitsrates wird zurzeit vorbereitet, aber der Tag bzw. Termin werden später bekannt gegeben", betonte sie. Informierten Quellen zufolge wurde die Sitzung verschoben, weil nicht alle Dokumente fertig geworden sind.

Die Sitzung am 23. Januar war von Präsident Viktor Juschtschenko initiiert worden. Er kritisierte vor wenigen Tagen die Gasverträge zwischen Gazprom und Naftogas Ukrainy und präzisierte, dass die Gasvereinbarungen "nicht gleichberechtigt und ungerecht" seien. Timoschenko zeigte sich dagegen überzeugt, dass eine diesbezügliche Sitzung des Sicherheitsrates nicht einmal nötig sei. "Eine Sitzung des Sicherheitsrates hätte stattfinden müssen, als die Gaskrise ausgebrochen war. Damals befasste sich aber niemand damit, denn diese Krise wurde eben extra mit dem Ziel provoziert, die Vermittlerfirma RosUkrEnergo weiter agieren zu lassen", sagte sie heute auf einer Pressekonferenz fest.

Timoschenko versprach, dem Zwischenhändler RosUkrEnergo die Rückkehr ins Gasgeschäft mit Russland zu verweigern. „Ich werde Pläne des Präsidenten vereiteln, den korrupten Zwischenhändler wieder einzusetzen“, so Timoschenko.

Außerdem wolle Juschtschenko den Miteigner des in der Schweiz ansässigen Zwischenhändlers, Dmitri Firtasch, mit einem Orden „Für Verdienste“ auszeichnen. „Ich möchte dem Präsidenten meine tiefste Empörung aussprechen. Man darf staatliche Auszeichnungen so nicht erniedrigen“, so Timoschenko.

Timoschenkos Mitstreiter Michail Wolynez hatte am Dienstag behauptet, einige Politiker aus Juschtschenkos Umfeld seien von Firtasch abhängig. Etwa Präsidialamt-Chef Viktor Baloga werde von Firtasch „finanziert“.

Firtasch und der ukrainische Staatsbürger Iwan Fursin besitzen 50 Prozent der RosUkrEnergo-Aktien. Die zweite Hälfte gehört dem russischen Konzern Gazprom. Der seit 2004 agierende Zwischenhändler hatte Erdgas in Russland und Zentralasien gekauft und an die Ukraine weiterveräußert. Der neue Gas-Vertrag mit Russland schließt RosUkrEnergo vom zwischenstaatlichen Gasgeschäft jedoch aus. [ russland.RU ]

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013