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21-01-2009 Ukraine
Regierung billigt Timoschenkos Ergebnisse der Gas-Verhandlungen mit Russland
Die ukrainische Regierung hat den Bericht ihrer Chefin Julia Timoschenko entgegen genommen und die Ergebnisse der ukrainisch-russischen Verhandlungen, bei denen ein Abkommen über die Gasversorgung in den Jahren 2009-2019 und über die Bedingungen für den Transit von russischem Gas durch ukrainisches Territorium nach Europa geschlossen worden war, gebilligt.




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Timoschenko prangert Zwischenhändler RosUkrEnergo an

Die Verhandlungen über die Gaslieferungen an die Ukraine sind Ende vergangenen Jahres vom Zwischenhändler RosUkrEnergo torpediert worden, erklärte Timoschenko während der Regierungssitzung am Mittwoch. Wie sie ohne Nahmen zu nennen betonte, hatte der Zwischenhändler dabei politische Unterstützung hinter seinem Rücken. "Die Verhandlungen wurden durch die Korruption in der Ukraine auf hoher politischer Ebene torpediert", sagte Timoschenko.

Sie äußerte ihre Verwunderung über die Kritik an der neuesten Gas-Abmachung mit den russischen Partnern. Sie stellte fest, dass Kiew russisches Gas zum günstigsten Preis, abgesehen von Weißrussland, beziehen werde. Der neue russisch-ukrainische Gasliefervertrag sieht die Ausschaltung des Zwischenhändlers vor.

Die Regierungschefin führte diese Kritik auf den Verzicht auf den Zwischenhändler zurück. "Ich weiß gut, wer in diesen Korruptionsschemen drin war", sagte sie. "Gerade sie äußern heute ihre Unzufriedenheit mit den angeblich ‚schlechten' Bedingungen für die Ukraine. In der Tat: Wo sollen sie jetzt ihr Schmiergeld bekommen, für das Firtasch politische Kräfte in der Ukraine finanzieren wird?"

Die beiden ukrainischen Unternehmer Dmitri Firtasch und Iwan Furssin besaßen insgesamt 50 Prozent an der in der Schweiz eingetragenen Gesellschaft RosUkrEnergo. Die andere Hälfte gehörte dem russischen Konzern Gazprom. Das Unternehmen war im Juli 2004 für Lieferungen von turkmenischem Gas an die Ukraine bis zum Jahr 2028 gegründet worden.

Ukraine will 2010 Transitpreis für russisches Erdgas fast verdoppeln

Die Ukraine will Russland im Jahr 2010 für den Transit von dessen Erdgas nach Europa drei US-Dollar je 1000 Kubikmeter und 100 Kilometer in Rechnung stellen, teilte die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN am Mittwoch unter Hinweis auf Energieminister Juri Prodan mit. Nach seinen Angaben hielt Ukraine am alten Transitpreis von 1,7 Dollar für Russland in diesem Jahr fest, weil sie einen Rabatt von 20 Prozent für russisches Gas erhält.

Kiew und Moskau wollen im kommenden Jahr bei den Gaslieferungen und dem Gastransit vollständig zu marktgerechten Preisen übergehen. Am Dienstag teilte Gazpom-Vizechef Alexander Medwedew mit, dass der Transitpreis 2010 laut Prognosen etwa 2,5 US-Dollar betragen werde.

Erst am Wochenende hatten Russland und die Ukraine nach wochenlangen Krisengesprächen eine Einigung in ihrem Gas-Streit erzielt. [ russland.RU ]

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