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20-01-2009 Ukraine
Ukraine: Verzögerungen von Gaslieferungen aus technischen Gründen
Die russischen Gaslieferungen durch die Ukraine nach Europa verzögern sich nach ukrainischen Angaben aus technischen Gründen um mehrere Stunden. Zwar habe die Ukraine die Leitungen für das russische Gas geöffnet, sagte ein Sprecher der staatlichen ukrainischen Gasgesellschaft Naftogaz der Nachrichtenagentur AFP.




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Der Transit nach Europa verzögere sich wegen laufender technischer Arbeiten aber noch um mehrere Stunden. Ein Vertreter des Gazprom-Konzerns bestätigte, dass die Ukraine grundsätzlich wieder russisches Gas in ihre Pipelines lasse. "Die Ukraine hat das russische Gas akzeptiert", sagte ein Vertreter des staatlichen russischen Energieriesen in der Gasmess-Station Sudscha an der russisch-ukrainischen Grenze am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der russische Gaskonzern Gazprom will am heutigen Dienstag 420 Millionen Kubikmeter Gas in Richtung Ukraine pumpen. Davon seien 348,8 Millionen Kubikmeter für die europäischen Kunden und rund 75 Millionen Kubikmeter für die Verbraucher in der Ukraine bestimmt, teilte der Konzern mit.

Insgesamt will Gazprom in diesem Jahr 120 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Ukraine nach Europa liefern. 120 Milliarden Kubikmeter seien für den Transit durch die Ukraine geplant, teilte Gazprom am Dienstag mit. Darüber hinaus sollen 40 Milliarden Kubikmeter an die ukrainischen Verbraucher geliefert werden. Im vergangenen Jahr hatte die Ukraine rund 50 Milliarden Kubikmeter bezogen.

Wenn die Ukraine bei Gasimporten aus Russland wieder in Zahlungsverzug gerät, wird der russische Staatskonzern Gazprom das Gas nur gegen eine vollständige monatliche Vorauszahlung an den Nachbarstaat liefern. Das sei im neuen Gasvertrag vorgesehen, der am Montag unterzeichnet wurde, teilte Gazprom-Chef Alexej Miller am Dienstag bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew mit.

"Der Vertrag sieht einen Sondermechanismus vor: Bei verzögerten oder ausbleibenden Zahlungen wird man es automatisch auf eine hundertprozentige Vorauszahlung umstellen", sagte Miller. Die Ukraine würde jeden Monat im Voraus bezahlen müssen.

Zuvor hatte Gazprom mitgeteilt, seit der Nacht zum Dienstag wieder Gas in Richtung Europa zu pumpen. Die Unterbrechung der Lieferungen am 7. Januar hatte in mehreren europäischen Ländern zu Engpässen geführt. Gazprom und der ukrainische Energiekonzern Naftogaz unterzeichneten am Montag ein Abkommen zur Beendigung ihres Streits. [ russland.RU ]

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