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13-01-2009 Ukraine
Wo ist das Gas aus Russland? – Ukraine lässt Beobachter nicht zu


Die ukrainische Gesellschaft "Naftogas Ukrainy" verlangte vom russischen Energiekonzern "Gazprom", sofort gleichmäßige Erdgas-Lieferungen über das Territorium der Republik in allen Transit-Richtungen aufzunehmen. So eine heutige Erklärung der Gesellschaft. Aber das Gas ist verschwunden.




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Beobachterkreise bestätigen, dass das in die Ukraine wieder gelieferte russische Transitgas nicht in Europa ankommt. Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow betonte am Vormittag, das Transitgas solle in Europa sofort ankommen.

Als die russischen Lieferungen vor einigen Tagen unterbrochen wurden, waren die ukrainischen Pipelines mit russischem Gas gefüllt, so Kuprijanow. Falls die Ukraine kein Gas illegal entnommen habe, müsse der erforderliche Pipeline-Druck vorhanden sein, damit das Gas sofort über die westliche Grenze der Ukraine ströme.

„Die Erklärungen der ukrainischen Seite, das Gas komme über die westliche Grenze erst mit einer 36-stündigen Verzögerung, wirken vor diesem Hintergrund befremdend und widersprechen dem geltenden Vertrag“, so Kuprijanow weiter.

Gazprom hat seine Lieferungen an die EU um 08.00 MEZ am Dienstag wieder aufgenommen. Der ukrainische Konzern Naftogaz hat das bestätigt.

Ukraine lässt laut Gazprom keine russischen Beobachter zu

Die Ukraine hat russischen Beobachtern keinen Zutritt zu den ukrainischen Gas-Transitstationen gewährt, teilte Gazprom am frühen Dienstagnachmittag mit.

Die russischen Beobachter konnten weder an die ukrainischen unterirdischen Gasspeicher noch in die Dispatcher-Zentrale gelangen, sagte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew am frühen Dienstagnachmittag vor ausländischen Journalisten. Offenbar habe die Ukraine überhaupt nicht geplant, das russische Transitgas an die EU weiterzuleiten.

Wir haben die EU-Kommission informiert, dass wir wirklich keine Möglichkeit haben, das Erdgas zu liefern?, hieß es.

Gazprom hat mit uns technische Bedingungen der Anpassung nicht abgesprochen

Der russische Konzern "Gazprom" hat technische Bedingungen der Anpassung der Gastransportsysteme Russlands und der Ukraine aneinander mit der ukrainischen Seite, nämlich mit der Gesellschaft "Naftogas Ukrainy", nicht abgesprochen. Das erklärte am Vormittag ein "Naftogas"- Vertreter.

Es handele sich um einen beabsichtigten Versuch, die Erdgas-Lieferungen nach Europa zu sabotieren, meinte der Sprecher. Er sagte zugleich, es sei "technologisch unmöglich", dass russisches Erdgas sofort nach der Wiederaufnahme der an der östlichen Grenze der Ukraine begonnenen Lieferung auch an der westlichen erscheine. [ russland.RU ]


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