russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


25-09-2008 Ukraine
Ukraine weist Druck aus Russland gegen NATO-Beitritt zurück
Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat russische Versuche zurückgewiesen, sein Land am geplanten Beitritt zur NATO zu hindern. Es sei wichtig, "Erpressungen und Drohungsvokabular einzustellen", mahnte Juschtschenko am Mittwoch in der UN-Generaldebatte in New York.



Werbung


Die Ukraine wiese "jeglichen Druck" zurück, der ihre Bemühungen um ihre Sicherheit und die Mitgliedschaft in gemeinsamen Sicherheitsstrukturen zu beeinflussen versuche. Ohne Russland namentlich zu nennen, kritisierte der Präsident "alle Akte der Aggression und den Einsatz von Gewalt in der Region". Damit spielte er offensichtlich auf Georgiens Einsatz gegen Rebellen in den abtrünnigen Republiken Süd-Ossetien und Abchasien sowie den russischen Einmarsch dort an.

Die NATO hatte der Ukraine und Georgien im April symbolisch eine Mitgliedschaft in Aussicht gestellt, sich aber gegen die Aufnahme in den Aktionsplan zur Vorbereitung der Mitgliedschaft entschieden. Moskau lehnt einen Beitritt der ehemaligen Sowjetrepubliken zur NATO und die damit verbundene Ausweitung des Militärbündnisses bis an die russische Grenze ab. Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine hatten sich jüngst wegen der russischen Militärintervention in Georgien verschärft. Nach Beginn des russischen Einsatzes war Juschtschenko zu einem Solidaritätsbesuch nach Tiflis gereist.

Russische Schwarzmeerflotte soll 2017 Stützpunkt auf Krim aufgeben

Die russische Schwarzmeerflotte soll ihren Stützpunkt auf der Krim 2017 aufgeben. Eine Verlängerung der bestehenden Nutzungsverträge über den vereinbarten Termin hinaus komme nicht in Frage, sagte die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko am Mittwoch vor Journalisten in Kiew.

"Das Abkommen muss bis 2017 eingehalten werden, weil es von beiden Seiten unterzeichnet wurde", sagte Timoschenko. "Anschließend muss die Ukraine ein Gebiet ohne Militärstützpunkte werden." Russland will den Schwarzmeerhafen Sewastopol über 2017 hinaus als Flottenstützpunkt nutzen können. Der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow hatte am Dienstag gesagt, seine Regierung werde Kiew dazu neue "Vorschläge" unterbreiten.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013