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28-05-2008 Ukraine
Russland enttäuscht über Ukraine im Streit um Schwarzmeerflotte
Russland hat bislang keinen offiziellen Antrag auf die Verlängerung des Aufenthalts der russischen Schwarzmeerflotte an die Ukraine gestellt, weil das betreffende Abkommen noch bis 2017 gilt. "Diese Frage soll später erörtert werden, wenn alle Bedingungen dafür reif sein werden. Wir haben nie verhehlt, dass wir unsere Präsenz in Sewastopol auch nach 2017 erhalten wollen. Die Flotte ist dort bereits seit 225 Jahren", gab der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums, Wladimir Dorochin, am Mittwoch bekannt.

Nach einem Vertrag zwischen Kiew und Moskau darf sich die russische Schwarzmeerflotte in der Ukraine bis 2017 aufhalten. Kiew bekräftigte mehrmals, den Vertrag über den Aufenthalt des russischen Flottenverbands nicht zu verlängern.

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hatte am vergangenen Mittwoch die Regierung beauftragt, ein Sondergesetz über den Abzug der russischen Flotte im Jahr 2017 auszuarbeiten.

Dorochin verwies darauf, dass es in dem Streit um die Schwarzmeerflott Kontroversen gebe, obwohl viel bereits erreicht sei.

Ihm zufolge herrscht in Russland Unverständnis gegenüber Kiews Bestreben, die Frage über den Abzug der russischen Marine so schnell wie möglich zu lösen.

"Wir verstehen nicht die Eile bei dieser Frage. Wir fragten und fragen unsere ukrainischen Kollegen immer noch, ob das richtig sei. Man antwortet uns jedoch, dass das in unserem Interesse liege, damit bekämen wir mehr Zeit für Abzug der Schiffe und der Waffen", sagte Dorochin.

"In unserer Haltung gab es nichts Außergewöhnliches. Wir baten nur darum, dass die Entscheidung über diese Frage später getroffen worden könne. Die Einstellung der Ukraine hat uns enttäuscht", sagte Dorochin. RIA Novosti

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