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24-05-2008 Ukraine
Ein Nato-Beitritt Kiews würde sich negativ auf Beziehungen mit Russland auswirken
Moskau ist über mögliche negative Folgen des von der Ukraine geplanten Nato-Beitritts für die russisch-ukrainischen Beziehungen und für das gesamteuropäische Sicherheitssystem besorgt. Das erklärte die russische Seite bei den in Kiew zu Ende gegangenen Konsultationen.



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Wie es in einer Mitteilung des Informations- und Presseamtes des russischen Außenministeriums zu diesen Konsultationen heißt, „haben die Seiten Stand und Entwicklungsperspektiven der Beziehungen Russlands und der Ukraine mit der Nato erörtert und ihre Meinungen zu den Ergebnissen des Nato-Gipfels in Bukarest hinsichtlich deren Auswirkung auf die Sicherheit und Stabilität im euroatlantischen Raum ausgetauscht“.

„Die russische Seite äußerte dabei offen ihre Besorgnis über die Pläne eines Beitritts der Ukraine zur Allianz und über negative Folgen dieses Prozesses für die Bildung eines einheitlichen und unteilbaren gesamteuropäischen Sicherheitssystems, für die russisch-ukrainischen Beziehungen sowie für das Zusammenwirken im Russland-Nato-Rat zum Ausdruck gebracht“, wird in der Mitteilung festgestellt.

Dabei betonte die russische Seite erneut, dass „der gegenwärtige Charakter der Herausforderungen und der Bedrohungen qualitativ andere und wahrhaft kollektive Antworten erfordert als eine Erweiterung der in den Jahren des Kalten Krieges gegründeten militärpolitischen Allianzen“. An den Konsultationen nahmen Die Vizeaußenminister Russlands und der Ukraine, Alexander Gruschko und Wladimir Chandogij, teil. Beim Nato-Gipfel Anfang April in Bukarest war beschlossen worden, die Einbeziehung Georgiens und der Ukraine in den Aktionsplan für die Mitgliedschaft in der Allianz auf den Dezember zu verschieben. Dabei versicherte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, dass Georgien und die Ukraine in Zukunft zu Mitgliedern der Allianz werden.

Russlands Generalstabschef Juri Balujewski erklärte, dass Russland im Falle eines Nato-Beitritts der Ukraine und Georgiens gezwungen sein wird, Maßnahmen militärischen und sonstigen Charakters für die Gewährleistung seiner Sicherheit einzuleiten. Außenminister Sergej Lawrow betonte seinerseits, dass Russland alles unternehmen wird, um einen Nato-Beitritt Georgiens und der Nato zu verhindern.  RIA Novosti 

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