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06-03-2008 Ukraine
Ölpipeline an Russland vorbei: Kiew will Geschäft mit Kasachstan forcieren
Seine Hoffnung auf eine möglichst baldige Fertigstellung der Ölpipeline Odessa-Brody hat der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko geäußert. Auf diesem Weg soll Erdöl vom Schelf des Kaspischen Meeres an Russland vorbei nach Europa geliefert werden.




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"Wir betrachten diese Ölfernleitung als den kürzesten Weg für das kaspische Erdöl nach Europa", erklärte er in einer Pressekonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana, wo er zu einem offiziellen Besuch weilt.

"Wir sind uns des Interesses der Ukraine an den Energieträgern bewusst", erwiderte der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew. "Kasachstan, das riesige Vorräte besitzt, kann diesen Bedarf potentiell decken und hat auch den Wunsch, das zu tun."

Wie Nasarbajew weiter ausführte, wird jetzt das kaspische Öl über ein russisches Öltransportnetz in die Ukraine geliefert. "Gegenwärtig verhandeln wir über eine Steigerung der Jahreskapazität dieser Ölpipline von 23 auf 40 Millionen Tonnen im Jahr", so Kasachstans Staatschef. "Wir müssen aber eine entsprechende Einigung mit Russland darüber erzielen."

Die Ölpipeline Odessa-Brody war von der Ukraine bereits 2001 fast fertig gebaut worden. Sie sollte dem Transport von kaspischem Öl nach Europa dienen. Da aber die Abzweigung in Richtung Polen immer noch nicht fertig gestellt ist, kann die Ölfernleitung immer noch nicht der Bestimmung übergeben werden.

Gemäß dem Transportplan soll aserbaidschanisches Erdöl über das bereits bestehende Rohr in den georgischen Hafen Supsa befördert und von dort aus mit Tankschiffen in den ukrainischen Hafen Odessa gebracht werden. Von dort aus soll es über die ukrainische Pipeline Odessa - Brody fließen. Damit aber das Erdöl Europa erreichen kann, müssen mehrere Abzweigungen mit einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern sowohl in der Ukraine als auch in Polen gebaut werden.

Die Entscheidung über die Verlängerung der Pipeline Odessa - Brody bis zum polnischen Plock kann beim Energie-Gipfel getroffen werden, der im Mai in Kiew stattfinden soll. Eine Expertengruppe soll bis dahin alle technisch-ökonomischen Unterlagen vorbereiten.

Wenn alle Seiten im 2. Halbjahr 2008 bereit sein sollten, mit dem Bau der Pipeline-Abschnitte in der Ukraine und in Polen zu beginnen, so könnte das erste Öl bereits Ende 2010 bzw. Anfang 2011 über die Rohrfernleitung Odessa - Brody - Plock fließen. RIA Novosti

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