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04-03-2008 Ukraine
Gaskonflikt zwischen Russland und Ukraine spitzt sich zu - Naftogaz schließt Lieferkürzungen in die EU nicht aus
Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat sich weiter verschärft. Der ukrainische Gaskonzern Naftogaz drohte am Dienstag, weniger Gas nach Europa durchzuleiten, wenn Gazprom seine Lieferungen an die Ukraine weiter verringere.




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Gazprom drohte, die Gaslieferungen an das Nachbarland um insgesamt 50 Prozent zu kürzen. Am Tag zuvor hatte Gazprom die Lieferung bereits um 25 Prozent zurückgefahren. Gazprom und der ukrainische Außenminister versicherten jedoch, die Durchleitung nach Europa werde nicht beeinträchtigt. Das Auswärtige Amt rief beide Seiten zu einer Einigung auf.

Die EU-Kommission appellierte an Russland und die Ukraine, schnell eine Lösung zu finden. Ein Sprecher sagte in Brüssel, die Kommission stehe in Kontakt mit Gazprom. Der russische Staatskonzern habe versichert, dass die Lieferungen nach Europa unter dem Konflikt nicht zu leiden hätten. Auch der ukrainische Außenminister Wolodimir Ogrisko sagte in Warschau, die Durchleitung nach Europa werde weiter "normal ablaufen".

Die Ukraine deckt ihren Gasbedarf zu drei Vierteln aus Zentralasien und zu einem Viertel aus Russland. Moskau hatte Kiew vor rund zwei Jahren zwischenzeitlich den Gashahn ganz zugedreht. Das hatte auch zu Engpässen bei den Lieferungen von russischem Gas nach Deutschland geführt.

Beim russisch-ukrainischen Streit geht es um die Bezahlung von Schulden des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz an Gazprom. Gazprom fordert umgerechnet fast 400 Millionen Euro. Die ukrainische Regierung gibt an, einen Teil der Schulden gezahlt zu haben, und beschuldigt die russisch-ukrainischen Vermittlungsfirmen UkrGazEnergo und RosUkrEnergo, die Überweisungen zu blockieren.

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