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21-02-2008 Ukraine
Ukraine will "freundschaftliches Verhältnis" zu Russland aufbauen
Vor einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine will Ministerpräsidentin Julia Timoschenko die Menschen ihres Landes über die Bündnismitgliedschaft abstimmen lassen. "Der Beitritt der Ukraine zur NATO ist nur nach einem landesweitem Referendum möglich", sagte sie der russischen Wirtschaftszeitung "Wedomosti".



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Dass sich Kiew bei einer Annäherung an das Militärbündnis zwischen dem Westen oder Russland entscheiden müsse, glaube sie nicht. "Das erinnert mich an die Frage an ein Kind, ob es seine Mama oder seinen Papa lieber mag", antwortete sie. Die Ukraine wolle ein "freundschaftliches Verhältnis" zu Russland aufbauen.

Alle Probleme zwischen Russland und Ukraine sind lösbar

Alle Probleme in den russisch-ukrainischen Beziehungen sind durchaus lösbar, sagte Wladimir Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in seiner Residenz Nowo-Ogarjowo bei Moskau.

"Wie wir es vereinbart hatten, haben wir nach der Parlamentswahl und der Regierungsbildung in der Ukraine unsere Kontakte praktisch auf allen Ebenen fortgesetzt", sagte der Staatschef. "Sie wissen, dass unsere zwischenstaatlichen Beratungen stattgefunden haben. Meines Erachtens waren sie durchaus produktiv: wir haben Vereinbarungen über eine ganze Reihe von Problemen getroffen."

"Es hat sich herausgestellt, dass sich alle unsere Probleme lösen lassen. Zwischen uns gibt es keine tiefen Widersprüche", stellte Putin zufrieden fest. "Der Umfang unseres Zusammenwirkens ist groß und nimmt ständig zu. Trotz unserer Streitigkeiten über manche Momente wächst unser Handel von Jahr zu Jahr, und zwar um große Mengen", fuhr der Staatschef fort. Gleichzeitig plädierte er für die Diversifizierung unserer Kontakte mit der Ukraine, "wie es in den Beziehungen mit anderen unseren Partnern passiert." "Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden: ich meine den hohen Grad der Kooperation zwischen unseren Unternehmen, die wir unsererseits unterstützen müssen", ergänzte der Präsident.

Zu den wichtigsten Kooperationsaspekten zählte er auch den Investitionsbereich. "Wir wissen, was für große Pläne Ihre Regierung hat. Dennoch habe ich dem Präsidenten der Ukraine gesagt, dass wir wollen, dass alles, was die russischen Investoren angeht, in die ukrainischen Gesetznormen passt. Jedenfalls sollten sich die russischen Investoren nicht in schlechteren als andere Investoren befinden", fügte Putin an.

Getroffene Gas-Vereinbarungen sind umzusetzen

Moskau und Kiew sind bereit, die von den Präsidenten Wladimir Putin und Viktor Juschtschenko getroffenen Vereinbarungen in der Gasbranche zu erfüllen. Darauf einigten sich die Ministerpräsidenten Russlands und der Ukraine, Viktor Subkow und Julia Timoschenko, am Mittwoch bei den Verhandlungen in Moskau.

"Wir haben über das Zusammenwirken im Energiebereich, darunter über die Gasangelegenheiten, beraten und unsere Absicht zur strikten Umsetzung der von unseren Präsidenten getroffenen Vereinbarungen bestätigt", sagte Subkow Journalisten nach dem Treffen.

Dabei begrüßte der Premier die zuverlässige Kooperation in der Energiewirtschaft, die er als "ein Unterpfand für die erfolgreiche Entwicklung der beiden Länder und den gemeinsamen Beitrag zur Energiesicherheit Europas" bezeichnete. "Es ist offensichtlich, dass diese Zusammenarbeit beiderseitig nützlich und pragmatisch sein und auf die Marktprinzipien bauen sollte. Unter solchen Bedingungen sind wir bereit, unsere Kooperation sofern auszubauen, wie unsere ukrainischen Partner bereit sind", fügte Subkow hinzu.

Unter Präsident Viktor Juschtschenko hat sich die Ukraine mit ihrem pro-westlichen Kurs und ihrem Wunsch nach einer NATO-Mitgliedschaft in Moskau politisch missliebig gemacht. Bei seiner letzten Jahrespressekonferenz als Präsident drohte Wladimir Putin der Ukraine im Falle einer engeren Anbindung an die NATO mit der Stationierung von Raketen. Jeder zweite Ukrainer ist einer Umfrage zufolge jedoch gegen den NATO-Beitritt seines Landes. [ russland.RU ]

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