russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


14-02-2008 Ukraine
Kiew schwört Skandale mit Russland für Nato-Eintrittskarte herauf
Moskau und Kiew verstehen die Wichtigkeit der strategischen und stabilen Partnerschaft, vergessen jedoch auch die eigenen Interessen nicht, schreibt die russische Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta" am Mittwoch.



Werbung


Auch in der internationalen Arena stehen die Interessen im Vordergrund. In den zwischen beiden Ländern offenkundigen Spannungen ist die Frage des Nato-Beitritts der Ukraine von besonderer Bedeutung. Gestern gab Wladimir Putin zu verstehen: Zwar sei die Ukraine für Russland ein Brudervolk, aber bei der Stationierung von Nato-Militäranlagen in der Ukraine könnten russische Raketen sie ins Visier nehmen.

Alexander Rahr, Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, ist der Ansicht: Nach ihrer Rückkehr an die Macht wolle die "orange" Koalition um jeden Preis den Beitritt der Ukraine zu der Nato und der Europäischen Union durchsetzen. Am ehesten will die ukrainische Führung diese Ziele dadurch erreichen, indem sie das Bild eines nicht freundschaftlich, ja eines feindlich gesinnten Russland konstruiert. Die ukrainischen Behörden rechnen damit, dass sich der Westen für ihr Land einsetze und den Anschluss der Ukraine an beide einflussreichen internationalen Organisationen forcieren werde.

Die nahe Zukunft erscheint vor diesem Hintergrund nicht gerade rosig. Die "orange" Koalition will, dass die russische Flotte die Krim so schnell wie möglich verlässt. Sie hofft, dass die Ukraine bis 2017 der Nato beitritt und auf der Krim Nato-Stützpunkte schafft. Faktisch will sich die Ukraine auf diese Weise gegenüber Russland absperren.

Keine einfache Frage in den russisch-ukrainischen Beziehungen ist auch die WTO. Gemäß dem Wunsch seiner europäischen Partner wird sich Kiew mittels der WTO in die westliche Welt schneller integrieren. Doch das werde sich, wie angenommen wird, auf die Beziehungen zwischen Ukraine und Russland sowie zu Staaten wie Kasachstan negativ auswirken. An vielen russisch-ukrainischen Konflikten ist Julia Timoschenko schuld, die eine unverhohlen populistische Politik betreibt. Um der Macht willen ist sie zu allem bereit: zu Konflikten und auch zur Annäherung an Russland, je nachdem, was ihr im gegebenen historischen Moment vorteilhaft sein wird. Das heißt jedoch nicht, dass Moskau nicht imstande ist, mit Timoschenko eine gemeinsame Sprache zu finden. Es gilt einfach, ihre besondere Mentalität und ihre politischen Ziele in Betracht zu ziehen und ihre Eigenschaften zu manipulieren.  RIA Novosti 

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013