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12-02-2008 Ukraine
Putin erwartet Juschtschenko zu Krisengespräch in Russland
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Viktor Juschtschenko erörtern am Dienstag im Kreml die Beziehungen zur Nato, die Situation der russischen Sprache in der Ukraine und die Auslegung einiger historischer Ereignisse.




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Wie Sergej Prichodko, der für die Außenpolitik zuständige Assistent des russischen Präsidenten, am Vorabend des Besuchs mitteilte, sollen auch einige humanitäre Probleme in den bilateralen Beziehungen diskutiert werden. In letzter Zeit haben sich in diesem Bereich nach seinen Worten "einige ernsthafte wunde Punkte" abgezeichnet.

Eines der empfindlichsten Themen bestehe im "Streben der ukrainischen Behörden, eine ‚nationale Version' der Geschichte zu schaffen sowie eine einseitige und praktisch antirussische Auslegung der historischen Ereignisse per Anweisung festzulegen, die beide Völker gemeinsam durchlebt haben".

"Dabei kommt es zu einer Heroisierung von Militärverbrechern, die mit den Nazis kollaboriert haben, zu einem ‚Krieg' gegen historische Denkmäler und Grabstätten von Sowjetsoldaten", hieß es.

"Uns geht es darum, dass wir zwei eng miteinander verbundene Staaten sind, dass wir zusammenarbeiten sollten und uns darum bemühen, dass die einfachen Menschen von diesem Dialog profitieren", betonte Prichodko.

Große Besorgnis des Kremls rufen "die Bemühungen der ukrainischen Seite hervor, die auf eine Spaltung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche gerichtet sind", fügte er hinzu. "Beunruhigend ist auch die zunehmende Diskriminierung der russischen Sprache in der Ukraine. Ihr Anwendungsbereich im gesellschaftspolitischen Leben der Ukraine verringert sich kontinuierlich. Damit werden die Verpflichtungen ausgehöhlt, die gemäß der Europäischen Charta der regionalen und der Minderheitensprachen übernommen wurden."

Darüber hinaus sollen Meinungen zu aktuellen Fragen der internationalen Sicherheit und Stabilität ausgetauscht werden. "Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den möglichen Folgen des Kurses Kiews auf eine forcierte Annäherung an die Nato für die russisch-ukrainischen Beziehungen gelten", stellte Prichodko fest.

Mitte Januar hatte die ukrainische Staatsführung Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer gebeten, sich bereits beim Nato-Gipfel im April in Bukarest an den Aktionsplan zur Mitgliedschaft zum Nordatlantischen Pakt anzuschließen.

Die umstrittenen Beziehungen Kiews zur Nato verursachte eine Krise im ukrainischen Parlament, die bereits seit einem Monat andauert. Aus Protest gegen das Schreiben an den Nato-Chef blockierte die Opposition das Parlament. Sie fordert, innerhalb eines halben Jahres ein Referendum über den Nato-Beitritt abzuhalten und bis dahin keine Schritte zur Annäherung an die Allianz zu unternehmen. RIA Novosti

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