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07-02-2008 Ukraine
Ukraine will keine Zwischenhändler im Gasgeschäft mit Russland
Der staatliche Energieversorger Naftogas Ukrainy will künftig auf alle Zwischenhändler im Gasgeschäft verzichten. Konkret handelt sich es um das in der Schweiz registrierte Unternehmen RosUkrEnergo und der ukrainischen Firma UkrGasEnergo, die beide als Monopolisten für den Vertrieb von Gas an die Ukraine verantwortlich sind.



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Das teilte der Pressedienst von Naftogas am Mittwoch mit. An RosUkrEnergo ist der russische Energieriese Gasprom mit 50 Prozent der Aktien beteiligt, die ukrainischen Unternehmer Dmitri Firtasch und Igor Fursin halten jeweils 45 und fünf Prozent. Die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko hatte zuvor mehrmals erklärt, dass sie auf die Vermittler bei den Gaslieferungen verzichten wolle.

Am Vortag teilte sie mit, das ukrainische Außenministerium und Naftogas beauftragt zu haben, Verhandlungen mit den Exportländern über Direktlieferungen in die Wege zu leiten. Die Ukraine bezieht Erdgas aus Zentralasien, vor allem aus Turkmenien, das vertraglich an Gasprom gebunden ist. In diesem Jahr beträgt der Gaspreis zwischen Russland und der Ukraine 179,5 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.

"Naftogas ist der Auffassung, dass Direktverträge über Gaslieferungen in die Ukraine vor allem Gasprom passen müssen, vor dem sie für den störungs- und unfallfreien Transit des russischen Gases nach westeuropäischen Ländern verantwortlich ist", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Gasbilanz der Ukraine im laufenden Jahr beträgt 75 Milliarden Kubikmeter. 55 Milliarden Kubikmeter werden importiert und der Rest im eigenen Land gefördert.  RIA Novosti 

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