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29-01-2008 Ukraine
Timoschenko: Frage des NATO-Beitritts spaltet die Ukraine - "ausgeglichene Zusammenarbeit" mit Russland ist anzustreben
Einen Tag vor ihrem Besuch bei der NATO hat die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko eingeräumt, dass ein rascher Beitritt ihres Landes zu dem nordatlantischen Bündnis in naher Zukunft unwahrscheinlich ist. Das Thema sei für die Ukraine "besonders heikel", sagte sie am Montag im Europa-Parlament in Brüssel.



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Kiew könne seine Bemühungen nicht mit einer Revolution voranbringen, sondern müsse "Schritt für Schritt vorwärtsgehen", da das Thema die öffentliche Meinung noch zu sehr spalte. Jüngsten Umfragen zufolge ist jeder zweite Ukrainer gegen den NATO-Beitritt, auch der mächtige Nachbar Russland lehnt diesen vehement ab.

Beziehungen zwischen Russland und Ukraine seit Zerfall der Sowjetunion verschlechtert

Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage verzeichnen 40 Prozent der Ukrainer und 35 Prozent der Russen eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen ihren Staaten nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Das zog auch eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Völkern beider Staaten nach sich, meinen 20 Prozent der ukrainischen und 15 Prozent der russischen Bürger.

„Die Dauerhaftigkeit der Beziehungen zwischen den Bürgern der Ukraine und Russlands, die noch aus sowjetischer Zeit erhalten blieb, hat sich in den vergangenen 17 Jahren unentwegt verringert. Heute ist sie faktisch erschöpft“, äußerte Viktor Konstantinow, Wissenschaftler vom Institut für die Untersuchung Russlands, am Montag auf einer Pressekonferenz nach der Verlautbarung der Ergebnisse der Umfrage.

Die Umfrage wurde vom 19. November bis 3. Dezember 2007 durchgeführt, es nahmen 2100 Russen und 1313 Ukrainer daran teil.

Timoschenko strebt "ausgeglichene Zusammenarbeit" mit Russland an

Timoschenko betonte vor den EU-Parlamentariern ihren Willen einer schnelleren Annäherung an die EU. Sie sei überzeugt von der "europäischen Zukunft" ihres Landes.

Gleichzeitig strebe die Regierung jedoch auch eine "ausgeglichene Zusammenarbeit" mit Russland an. Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte Timoschenko zu, die Verhandlungen über eine Freihandelszone mit der EU nach dem Beitritt Kiews zur Welthandelsorganisation (WTO) voranzutreiben. "Die Ukraine rückt näher und näher an die Euorpäische Union heran", sagte Barroso. Er forderte Timoschenko gleichzeitig auf, die politische und demokratische Stabilität des Landes sicherzustellen. [ russland.RU ]

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