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14-12-2007 Ukraine
Russland besorgt über russlandfeindliche Stimmungen in der Ukraine
Das russische Außenministerium äußert Besorgnis über die zunehmenden nationalistischen und russlandfeindlichen Stimmungen in der Ukraine. Das geht aus einer Erklärung hervor, die auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht wurde.




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„Die Verstärkung der unverhohlen nationalistischen, russlandfeindlichen und russophoben Stimmungen und Ausschweifungen in der Ukraine ruft in Russland große Besorgnis hervor. Es handelt sich faktisch um Versuche, die schwierigen Zeitperioden unserer gemeinsamen Geschichte zu nutzen, um momentane politische Vorteile zugunsten zweifelhafter ideologischer Einstellungen daraus zu ziehen“, heißt es in dem Dokument.

Ende November habe sich der Leiter des Kongresses ukrainischer Nationalisten, Tymtschina, in Saporoschje bei der Einweihung des Denkmals für die Opfer der Hungersnot in den Jahren 1932 und 1933 im Beisein und beim Schweigen der ukrainischen Spitzenpolitiker blasphemische russenfeindliche und antisemitische Äußerungen erlaubt, erinnert das russische Außenministerium.

„Es entsteht der Eindruck, als würden gewisse politische Kräfte in der Ukraine mit Absicht derartige Handlungen begünstigen und somit die russisch-ukrainischen Beziehungen wissentlich verschärfen, wobei die Gefühle der guten Nachbarschaft und des Vertrauens, die unsere beiden Brüdervölker traditionell füreinander hegen, ernsthaft verletzt werden.“

In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass die radikalen nationalistischen Kräfte im Land sich nicht nur frei fühlen und unbestraft bleiben, sondern auch ihre provokatorischen Handlungen immer mehr verstärken.

Außerdem „rufen die immer neuen Akte der Barbarei gegenüber den Denkmälern für die sowjetischen Befreiungssoldaten in den westlichen Gebieten der Ukraine - Tscherwonograd, Dragobytsch, Lwow, Iwano-Frankowsk und anderen - zwangsläufig Empörung hervor“, heißt es.

„Die Organisation der ukrainischen Nationalisten - die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) - wird rehabilitiert, obgleich wohl bekannt ist, dass die Teile der UPA an den Vergeltungsaktionen der Nazi beteiligt waren. Sie haben Hunderttausende hingerichtete Bürger - Ukrainer, Russen, Juden und Angehörige anderer Nationalitäten - auf ihrem Gewissen“, so das Dokument.

Nach den bisher nicht ermittelten Personen, die zahlreiche Angriffe und Brandstiftungen gegen das Russische Kulturzentrum in Lwow verübt sowie die Puschkin-Büste geschändet hatten, werde, wie es scheint, überhaupt nicht gefahndet, stellt das russische Außenministerium fest.

„Die russische Seite rechnet damit, dass nicht nur die Behörden, sondern auch die Intellektuellen der Ukraine sowie die Veteranen und die Jugendlichen ihr gewichtiges Wort dazu sagen werden. Es ist an der Zeit, derartigen nationalistischen Ausschreitungen ein Ende zu setzen. Wir möchten unsererseits hervorheben, dass in Russland der Kurs auf die Bewahrung und die Entwicklung der ukrainischen Kultur und auf die Festigung der humanitären Kontakte zwischen beiden Brüdervölkern konsequent fortgesetzt wird“, so das Außenministerium. RIA Novosti

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