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06-12-2007 Ukraine
Juschtschenko will keine Politisierung der Gaspreis-Gespräche
Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat davor gewarnt, die Verhandlungen mit Russland über den Gaspreis zu politisieren. Der neue Gaspreis für die Ukraine von 179,5 US-Dollar je 1000 Kubikmeter sei zwar "ein großer Schock für den größten Teil der ukrainischen Wirtschaft, aber wir wollen diese Frage lieber den Profis überlassen", sagte Juschtschenko am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Kiew.




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Am gestrigen Mittwoch hatte der russische Gaslieferant Gasprom mit der Ukraine Lieferverträge für 2008 abgeschlossen. Gasprom-Vorstandschef Alexej Miller und der ukrainische Energieminister Juri Boiko hatten bei ihrem Treffen in Moskau auf einen neuen Gaspreis geeinigt.

Seit dem 1. Januar 2007 zahlte die Ukraine 130 Dollar je 1000 Kubikmeter. Die ukrainische Regierung rechnete damit, dass der neue Preis zwischen 150 und 160 Dollar liegen wird. Auch Russland wird im neuen Jahr für den Gastransit durch ukrainisches Gebiet nach Europa mehr zahlen. Die Ukraine erhöhte die Transitgebühr von 1,6 auf 1,7 Dollar je 1000 Kubikmeter und je 100 Kilometer Strecke.

Der ukrainische Regierungschef Viktor Janukowitsch kritisierte die neue Vereinbarung. Man habe zwar mit einem höheren Preis gerechnet, doch solch eine drastische Erhöhung sei eine Überraschung.

Energieminister Boiko hingegen bezeichnete den neuen Preis als akzeptabel, "besonders im Vergleich zu dem Preis, die die ukrainischen Nachbarstaaten zahlen müssen".

Die designierte Regierungschefin Julia Timoschenko kündigte unterdessen an, sie würde im Gashandel mit Russland auf den Zwischenhändler Rosukrenergo (gehört zu 50 Prozent zu Gasprom) verzichten. RIA Novosti

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