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30-11-2004 Ukraine
Russlands Außenministerium: Entwicklung russisch-ukrainischer Beziehungen ist Faktor gesamteuropäischen Masstabs
Eine erfolgreiche Entwicklung der russisch-ukrainischen Beziehungen ist ein wesentlicher Faktor von gesamteuropäischen Masstab. Das stellte Russlands erster Vizeaußenminister Valeri Lostschinin in einem Interview fest, das auf der offiziellen Webseite des Außenministeriums Russlands veröffentlicht ist.

Wie der Vizeaußenminister weiter ausführte, besteht eine vorrangige Ausrichtung in den Beziehungen zwischen beiden Ländern in der Wirtschaft. „Immer inhaltsvoller wird auch die russisch-ukrainische strategische Partnerschaft", so Lostschinin.

„Die positive Entwicklungsdynamik der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen der letzten Jahre hat sich in diesem Jahr gefestigt und eine weitere Entwicklung erfahren", sagte er. „Der Warenumsatz wuchs um rund 40 Prozent. Es wird erwartet, dass sich der Handelsumfang (ohne Dienstleistungen) im Jahresergebnis auf rund 15 Milliarden belaufen wird.

„Natürlich ist das noch nicht die Grenze. Laut unterschiedlichen Schätzungen gibt es allein in den nächsten zwei-drei Jahren potentielle Möglichkeiten für ein Wachstum des bilateralen Handels um 30 bis 50 Prozent", stellte der Minister fest.

Außerdem werde jetzt an neuen und für das russische Unternehmertum interessanten Vorschlägen auf dem Gebiet der Ölverarbeitung und des Öltransports gearbietet.

„Das Interesse der Ukraine an solchen Projekten ist ebenfalls verständlich. Wie ukrainische Experten feststellten, boten die stabilen Energielieferungen aus Russland selbst unter den Bedingungen eines beträchtlichen Anstiegs der Energiepreise auf dem Weltmarkt die Möglichkeit, ein überaus hohes Tempo des Wirtschaftswachstums zu bewahren."

Nach seinen Worten würden die nach dem UdSSR-Zerfall verlorengegangenen Kooperations- und Produktionsbeziehungen zwischen Unternehmen beider Länder langsam wiederhergestellt. „Offensichtliche Fortschritte gibt es in der Zusammenarbeit zwischen den Transportkomplexen beider Länder. Das jüngste Beispiel ist die Wiederinbetriebnahme des Eisenbahnfährenverkehrs über die Straße von Kertsch im November dieses Jahres", sagte Lostschinin.

„Ein wichtiger Markstein war 2004 die Umstellung auf die Abführung der indirekten Steuern im bilateralen Handel nach dem Prinzip des Bestimmungslandes", so der Vizeaußenminister. „Dies ist zu 100 Prozent eine marktwirtschaftliche Maßnahme, die mit der Praxis der internationalen Wirtschaftsbeziehungen im Einklang steht. Für die Ukraine ist dieser Beschluss besonders wichtig. Für uns war dieser Schritt recht schwierig, Russland unternahm ihn aber völlig bewußt. Der Umfang des Waren- und Dienstleistungsumsatzes, die in die Ukraine und in die russische Wirtschaft geliefert werden, wird die vorübergehenden Verluste des russischen Haushalts mehrfach kompensieren."

Eine weitere qualitative Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern wird mit der Realisierung von Vereinbarungen über die Bildung eines Einheitlichen Wirtschaftsraums verbunden, in den auch die Wirtschaften Kasachstants und Weißrusslands einbezogen werden sollen.

„Dies ist ein seinen dimensionen und potentiellen Möglichkeiten nach gigantisches Projekt, mit dem unsere Länder die reale Spitzenposition bei der Vertiefung der Integration im GUS-Raum festigen würden", betonte Lostschinin.

„Die Entwicklung der Wirtschaften unserer beiden Länder wird von der Situation auf den Weltmärkten wesentlich beeinflusst", sagte der Minister. „Unter diesen Bedingungen ist es für uns als Parnter und Nachbarn vorteilhaft, nicht nur die gegenseitige Integration zu beschleunigen, sondern auch ausgewogene Positionen zur Integration ins System der internationalen Beziehungen zu finden." (RIA)

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