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28-08-2007 Ukraine
Wissenschaftler beziffern Waldbrandschäden auf der Krim auf 100 Millionen US-Dollar
Die Waldbrände, die in der vergangenen Woche die Krim heimgesucht haben, verursachten nach ersten Schätzungen des Ökologen, Professor Viktor Tarassenko, einen Schaden von über 100 Millionen US-Dollar.



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Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, die in Simferopol stattgefunden hat, erklärte sich der Präsident der Akademie der Wissenschaften der Krim und Vorsitzende des Umweltschutzverbandes „Ökologie und Frieden“ Tarassenko bereit, Faktenmaterial vorzulegen, das seine Thesen untermauert.

Der Brand in dem Wald- und Bergmassiv des Naturparks von Jalta unweit des Berges Ai-Petri ist am 24. August ausgebrochen. Ein verirrter Tourist hatte in dem Waldgebiet ein Lagerfeuer entzündet, um ein Notsignal zu geben. Im Nu standen Hunderte Quadratmeter in Flammen. Der Brandstifter befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von sieben bis zehn Jahren.

Der Waldbrand konnte am Dienstag in den Morgenstunden lokalisiert werden. Der Sprecher der republikanischen Forstverwaltung auf der Krim, Maxim Golowan, teilte der RIA Novosti mit, dass ungefähr 300 Hektar Waldgebiet im Naturschutzgebiet in Mitleidenschaft gezogen worden sind. „Das ist eine definitive Zahl. Nachdem der Rauch verweht worden ist, konnten die Forstarbeiter die Schadensfläche konkret beurteilen“, sagte er.

Der Regierungschef der Krim, Viktor Plakida, hat bisher vor der Presse einen Schaden von ungefähr 100 000 US-Dollar eingestanden, was Wissenschaftler bestreiten. Sie beziehen sich auf die Maßstäbe, die in anderen Ländern angelegt werden und nicht nur den Preis des abgebrannten Holzes berechnen. „Am Ort des Brandes ist das ökologische System, der Lebensraum der Tiere und die Naturschutzbedingungen in einem gewaltigen Gebiet vernichtet worden. Das ist ein verheerender Schlag gegen die Natur des Berggebietes auf der Krim“, beklagt Tarassenko.

Der Präsident der Wissenschaftsakademie verurteilte den Massentourismus und seine Kommerzialisierung mit ihren abträglichen Folgen für die Natur. „Die Kommerzialisierung verspielt, was die Krim hauptsächlich ausmacht: Das Klima eines Kurorts“, prangerte er an. [ria novosti]

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