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21-08-2007 Ukraine
Ukraine: Museum über Opfer der „Orange Revolution“ in Lugansk eröffnet
In der ostukrainischen Stadt Lugansk wird am Montag ein Museum für die Opfer der „Orange Revolution“ eröffnet. Das berichtet die ukrainische Zeitung „Segodnja“ vom Montag.



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Nach Meinung der Organisatoren sollen die Ausstellungsgegenstände den Schaden der Rebellionen demonstrieren wie der von „Maidan 2004“, als Zehntausende Menschen in Kiew und anderen Städten in der Ukraine auf die Straßen gingen, um gegen die angeblichen Fälschungen der Wahlergebnisse zu protestieren.

Am Eingang werden die Besucher von einer Papp-Puppe des Präsidenten Viktor Juschtschenko im schwarzen Anzug mit roter Krawatte empfangen. Darunter ist die Aufschrift angebracht: „Ich deute die Verfassung nach meinem Belieben.“

Neben der Puppe befindet sich der Stand „Juschtschenkos Wahlversprechungen voller Mythen“ mit Fotos und Zeitungspublikationen sowie der einzelnen Exposition „Der Clan von Juschtschenkos Freunden in der Obersten Rada“, berichtet die Zeitung.

Es folgt ein Stand, der dem Präsidenten-Erlass über die Auflösung der Verkehrspolizei gewidmet ist, und eine Wand, mit einem Zitat von Turgenjew, „O du große und mächtige russische Sprache!“. Hier liegen unter Glas ein alter Band von Puschkin- und einer von Nekrassow-Werken und ein Schulbuch für russische Sprache, sämtlich mit der vielsagenden schwarzen Überschrift „Verboten“ überklebt. Auf einem riesigen Tisch mitten im Saal liegt eine Karte der Ukraine, wie sie nach Meinung der Organisatoren hätte aussehen können, wenn die „Orangenen“ überall gesiegt hätten. Auf der Karte stehen Soldatenpuppen in NATO-Uniform, in einer Ecke die Puppe des US-Präsidenten, das Donez-Becken ist mit rostigem Eisendraht umgeben, und neben Odessa stehen kleine Bulldozermodelle, die die Ukraine von Transnistrien trennen.

Wie Oleg Ljaschko, Vertreter des Julia-Timoschenko-Blocks, der Zeitung „Segodnja“ sagte, haben die „Orangenen“ nicht die Absicht, gegen diese Ausstellung zu protestieren. „Wogegen denn protestieren? Gegen eine Dummheit?“ sagte er.

Im November 2004, nachdem die Zentrale Wahlkommission zum Sieger der Präsidentschaftswahlen Viktor Janukowitsch verkündete, gingen Zehntausende Anhänger seines Opponenten Juschtschenko auf die Straße. Zur Haupttribüne des Protestes wurde der Maidan (Platz) der Unabhängigkeit in Kiew.

Die internationale Gemeinschaft hatte die beiden Konfliktparteien dazu gedrängt, eine zweite Wahlrunde durchzuführen, bei der Juschtschenko siegte. [ ria novosti ]

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