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29-11-2004 Ukraine
Politologen: Nach der Ukraine werde sich der Westen auch in die Situation in Russland einmischen
Die Krisensituation in der Ukraine werde zu einer aktiveren Einmischung des Westens in die innere Situation auch in Russland führen, meinen Politologen. Nach den Ereignissen in der Ukraine "werden die äußeren Herausforderungen an Russland viel hörbarer sein", sagte Vitali Tretjakow, Chefredakteur der "Nesawissimaja isdatelskaja gruppa" (Unabhängige Verlagsgruppe), bei einer Rundtischdiskussion, die den politischen Reformen in Russland gewidmet war.

Seinen Worten zufolge könne man die Anwendung ähnlicher Szenarien auf Weißrussland, Kasachstan und Russland erwarten.

Gleb Pawlowski, Präsident des Fonds für effektive Politik, stimmte seinerseits dieser Meinung zu, hob jedoch hervor, dass Russland über reiche Erfahrungen bei der Überwindung von Krisen- und Revolutionssituationen verfüge. "In Russland werden wir nichts dergleichen zulassen - wir werden uns damit speziell beschäftigen", sagte Pawlowski.

Nur Vorbeugungsmaßnahmen könnten, setzte er fort, effektiv die Schaffung einer Revolutionssituation unterbinden. Diese Handlungen müssten die Unterstützung der Massen genießen, fügte der Politologe hinzu.

Andranik Migranjan, Erster Vizepräsident der Gesellschaft "Soglassije" (Eintracht), findet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Spaltung der Ukraine infolge des Vorgehens der Opposition höchst wahrscheinlich sei. Die Führung Russlands werde sich, sagte er, vor einer sehr schweren Wahl sehen, falls sich die Ukraine in zwei Staaten teile.

Vitali Tretjakow ist ebenfalls der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit der Spaltung der Ukraine sehr hoch sei, falls die Entwicklung in der Ukraine nach dem Drehbuch der Opposition verlaufe. "Eine Spaltung der Ukraine ist für Russland strategisch vorteilhaft, aber ich bin nicht sicher, dass wir imstande sein werden, diesen Umstand zu nutzen", bemerkte Tretjakow. (RIA)

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