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12-07-2007 Ukraine
Beresowski plant keine Finanzhilfen für Wahlkampf in Ukraine
Der mit Flüchtlingsstatus in London lebende Exil-Oligarch Boris Beresowski will keine finanzielle Unterstützung für Parteien in der Ukraine zur kommenden Parlamentswahl leisten. „Die Ukraine erhält täglich immer mehr Konturen eines normalen demokratischen Staats. Daher bin ich überzeugt, dass meine Einmischung derzeit eher schädlich wäre, weil der Hauptimpuls bereits gegeben ist und der Prozess nicht länger angetrieben werden soll“,

sagte Beresowski in einem Interview für die ukrainische Zeitung „Gaseta 24“ vor der Präsentation seines Buches „Mein Maidan“, die am Donnerstag stattfindet.

Beresowski bestätigte, dass er die „orange Revolution“ finanziert hatte. „Ich habe keine Parteien, sondern die Idee der ‚orange Revolution’ selbst - einer blutlosen demokratischen Revolution - finanziert. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich demokratische Institutionen finanziert hatte, die dieser Revolution zum Erfolg verhalfen“, so Beresowski.

„Ich hatte auf konkrete Personen - Juschtschenko und Timoschenko - gesetzt und ihre Idee einer gewaltsamen Machtübernahme unterstützt“, fügte der Exil-Oligarch hinzu.

Nach seiner Ansicht werden die „Orangen“ bei der bevorstehenden Parlamentswahl siegen, wobei „Julia Timoschenko zur nächsten Ministerpräsidentin der Ukraine wird“.

Beresowski jedoch enthielt sich eines Kommentars zu seinen Kontakten mit ukrainischen Politikern, damit dies nicht gegen sie genutzt werden könne.

Beresowski hatte während der Wahlkampagne für die Präsidentenwahl Ende 2004 die „orange Revolution“ in der Ukraine unterstützt. Laut Gesetz darf die Wahlkampagne von keinen Ausländern finanziert werden. Wie Beresowski jedoch behauptete, hatte er sein Geld nicht für Parteien, sondern für demokratische Institutionen gespendet. Beresowski zufolge habe er diese Finanzmittel auf die Konten von Juschtschenkos engen Mitarbeitern überwiesen, was diese jedoch leugneten. Daraufhin stellte Beresowski in Aussicht, diese Personen vor Gericht zu verklagen.

Der flüchtige Oligarch sagte auch, dass er die Ukraine besuchen wolle, jedoch kein Einreisevisum bekomme. Wie Beresowski sagte, hatten die ukrainischen Behörden die Beziehungen zu Russland nicht verschärfen wollen, das ihn zur Fahndung ausgeschrieben hatte. Nach einem bilateralen Abkommen ist Kiew auch verpflichtet, Beresowski an Moskau auszuliefern. [ria-novosti]

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