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28-11-2004 Ukraine
Russland: Westen schürt Unruhen in der Ukraine
Russland hat dem Westen vorgeworfen, Unruhen in der Ukraine zu schüren. Moskau habe das Gefühl, dass "bestimmte Mächte im Westen entschieden haben, die Stärke des postsowjetischen Territoriums mit den Mitteln der Anarchie der Straße zu testen", sagte Sergej Jastrschembski, der Präsident Wladimir Putin in EU-Fragen berät, am Samstag im russischen Fernsehen.

Was sich Ende der 80er Jahre in Polen beim Solidarnosc-Aufstand und 2000 beim Sturz des jugoslawischen Staatschefs Slobodan Milosevic in Belgrad abgespielt habe, trage "dieselbe Handschrift". "Offensichtlich sind es dieselben Quellen, dieselben Puppenspieler, die Drehbücher ähneln sich", sagte Jastrschembski.

Moskau habe den Eindruck, dass "jemand den Bewohnern von Ländern des postsowjetischen Gebiets beibringen will, dass viele wichtige politische, verfassungrechtliche und Wahlfragen mit Hilfe der Straße geklärt werden können", sagte der Präsidentenberater. Dies sei "sehr gefährlich". Jastrschembski beschuldigte namentlich die USA: Man könne die "direkte Verwicklung des amerikanischen Kongresses", von Nichtregierungsorganisationen, Beratern und Experten aus den USA in Kiew "nicht mehr ignorieren".

bei russland.RU
Schwerpunkt – Ukraine


Über dieses Thema wird im Russland - Politikforum diskutiert - Gefährliches Zündeln in der Ukraine
Jastrschembski verglich die Ereignisse in der Ukraine mit der Rosen-Revolution in Georgien vor einem Jahr und warnte, diesmal werde Russland nicht tatenlos zusehen. Wegen der Bedeutung, geopolitischen Lage und der "Pläne, die bestimmte Kreise im Westen mit der Ukraine haben", handele es sich um eine "Nagelprobe".

Russland und Europa vertreten im Streit um den Ablauf der ukrainischen Präsidentschaftswahl gegensätzliche Standpunkte. Die EU kritisierte Wahlfälschungen und befürwortet Neuwahlen, während Moskau den Wahlverlauf für fair und legitim hält. Putin hatte sich im Wahlkampf offen für den pro-russischen Kandidaten Viktor Janukowitsch eingesetzt; noch vor der Verkündung des offiziellen Ergebnisses hatte er ihm bereits ein erstes Mal gratuliert. Ein Sieg des Oppositionsführers Viktor Juschtschenko, der die Ukraine an die EU und die NATO heranführen will, wäre für den Kreml ein schwerer Rückschlag. Wirtschaftlich will Russland die Ukraine in einen gemeinsamen Wirtschaftsraum mit Weißrussland und Kasachstan einbinden.

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