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22-09-2004 Ukraine
Verteidigungsminister der Ukraine zurückgetreten
Der Präsident der Ukraine Leonid Kutschma hat den Rücktritt des Verteidigungsministers des Landes Jewgeni Martschuk angenommen, verlautet am Mittwoch aus dem Pressedienst des ukrainischen Staatschefs.

Der Pressedienst präzisierte, dass der Präsident der Ukraine den Rücktritt von Martschuk am Mittwoch in Pawlograd, Gebiet Dnepropetrowsk, bekannt gegeben hatte. Hier hatte Kutschma im Rahmen seiner Arbeitsreise eine Beratung zu Problemen der Wiederverwertung von festem Raketentreibstoff im Pawlograder Chemiewerk durchgeführt. Die Annahme des Rücktritts gab er nach der Beratung bekannt.

Dem Präsidenten der Ukraine zufolge liege die Hauptursache des Rücktritts des Verteidigungsministers in der Situation mit der Vernichtung von Munition, darunter auch im Pawlograder Chemiewerk, wie auch im Vorkommnis bei Melitopol, wo vor kurzem in einem Lager Munition explodiert ist.

Der Präsident wies darauf hin, dass im Pawlograder Werk nicht alles so getan wird, wie es getan werden müßte, nicht so, wie es für den Staat erforderlich ist.

Kutschma erinnerte daran, dass das Pawlograder Werk eines der drei in der Ukraine ist, die sich auf die Wiederverwertung von Munition, darunter auch von festem Raketentreibstoff, spezialisieren.

Der Präsident hob speziell hervor, dass im Lande eine große Menge Munition vorhanden ist, die eine Gefahr für die Ukraine darstellt.

Der Pressedienst des Verteidigungsministeriums kommentiert nicht diese Situation.

Den Worten einer Mitarbeiterin des Pressedienstes nach hätten sie davon aus Meldungen der Massenmedien erfahren.

Der 63-jährige Martschuk wurde zum Verteidigungsminsiter der Ukraine im Juni 2003 ernannt. Zuvor war er Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung gewesen.

Während der Arbeit auf dem Posten des Chefs des Militäramtes wurden Martschuk zweimal Verweise erteilt. Im Juni 2004 erhielt er einen Verweis im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Untersuchung des Zustandes der Stützpunkte und Munitionslager. Er wurde auch auf seine persönliche Verantwortung für den Zustand der explosionsgefährdeten Arsenale, Stützpunkte und Lager hingewiesen.

Die Überprüfung des Zustandes der Munitionslager wurde im Zusammenhang mit dem Brand in den Armeelagern in der Nähe der Siedlung Nowobogdanowka, Gebiet Saporoschje, durchgeführt.

Im August 2004 wurde Martschuk ein Verweis wegen der nicht gehörigen Erfüllung der Aufgaben zur Reformierung der Balaklawa-Bucht von Sewastopol /Krim/, der Nichtergreifung von Maßnahmen zu deren Entmilitarisierung, ökologische Sanierung und ökonomische, soziale und kulturelle Weiterentwicklung erteilt. (RIA)

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