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25-11-2004 Ukraine
Experte: Militärisches Szenarium in der Ukraine ist unmöglich
Ein militärisches Szenarium in der Ukraine ist unmöglich. Diese Meinung äußerte Wjatscheslaw Nikonow, Präsident des Fonds "Politika", am Donnerstag bei einem Rundtischgespräch zur Entwicklung der politischen Situation in der Ukraine.

Wie er sagte, "hat die Opposition keine Kräfte dafür. Das Orangemonopol ist schon gestört, und für die Macht besteht keine Notwendigkeit für solche militärischen Handlungen". Somit wird die Situation nach Meinung Nikonows nach und nach in die frühere Bahn zurückkehren. Die Kundgebungen werden nachlassen, und das Leben wird sich zum Jahreswechsel normalisieren.

Der Direktor des Instituts für politische Studien, Sergej Markow, schloss seinerseits die Möglichkeit einer militärischen Variante nicht aus, nahm jedoch auch ein Szenarium an, da die politische Krise allmählich aufhören wird und die Behörden Härte an den Tag legen werden. "Die Ukraine ist ein starker Staat, der im Unterschied zu Serbien und Georgien seinerzeit durch nichts geschwächt worden war", betonte er. Markow sagte, dass in der Ukraine in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 13 Prozent zu beobachten war. Das war das höchste Wirtschaftswachstum in Europa.

Sergej Markow nahm auch eine Kompromissvariante an. "Das ist die möglichst schnelle Realisierung der Verfassungsreform, da die Macht an das Parlament und vom Parlament an den durch es ernannten Premierminister übergehen wird", sagte der Politologe. In der entstandenen Situation darf es seiner Meinung nach keine Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine geben, sondern ist eine gemeinsame Suche nach Wegen zur Überwindung der Krise notwendig. "Eben darin muss die Tagesordnung des Russland-EU-Gipfels bestehen", fügte er hinzu. Der Politologe betonte auch, dass "von den gegenseitigen Beziehungen mit der Ukraine auch die Entwicklung Russlands selbst abhängt". (RIA)

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