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25-11-2004 Ukraine
Präsident der Ukraine nahm den Vorschlag des Präsidenten Litauens an, als Vermittler bei der Regelung der Situation nach den Wahlen aufzutreten
Leonid Kutschma hat den Vorschlag des Präsidenten Litauens, Valdas Adamkus, angenommen, zur Regelung der Situation im Lande nach den Wahlen beizutragen. Das wurde der RIA Nowosti im Pressedienst des sich noch im Amt befindlichen Präsidenten unter Hinweis auf ein Telefongespräch zwischen Kutschma und Adamkus mitgeteilt.

„Valdas Adamkus hat sich bereit erklärt, zur Regelung der Situation beizutragen, die in der Ukraine nach dem zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen entstanden war. Der Präsident der Ukraine hat einen solchen Vorschlag angenommen", heißt es in der Mitteilung.

Am Vortage gab die Zentrale Wahlkommission (ZIK) der Ukraine den Sieg Viktor Janukowitsch bei den Präsidentschaftswahlen bekannt. Für ihn hatten 49,46 Prozeht der Wähler und für Viktor Juschtschenko 46,61 Prozent der Wähler gestimmt.

Nach ZIK-Angaban hatten 15 093 691 Wähler für Janukowitsch gestimmt und 14 222 289 Wähler ihre Stimmen Juschtschenko abgegeben.

Gegen alle hatten 707 789 Wähler oder 2,31 Prozent gestimmt.

Der ZIK-Beschluss, durch den Janukowitsch für den gewählten Präsidenten des Landes erklärt wurde, war durch die überwältigende Stimmenmehrheit der Kommissionsmitglieder bestätigt worden. Zwei Kommissionsmitglieder hatten dagegen gestimmt.

Die Anhänger Viktor Juschtschenkos erhoben vor dem Obersten Gericht der Ukraine Klage über den ZIK-Beschluss.

Wie der RIA Nowosti im Pressedienst des Obersten Gerichts mitgeteilt wurde, hatte der bevollmächtigte Vertreter Viktor Juschtschenkos bei der Zentralen Wahlkommission Juri Kljutschkowski, Volksabgeordneter, Klage beim Gericht eingereicht.

Viktor Juschtschenko rief seine Anhänger am Donnerstag bei einer Kundgebung in Kiew zur Solidarität und friedlichen Massenprotestaktionen auf.

„Von uns werden das Blut und das Leben nicht gefordert. Aber von uns wird die Solidarität gefordert. Kommen Sie aus den Wohnungen auf diesen Platz!", sagte Juschtschenko von der Tribüne vor den Anwesenden auf dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew.

Laut Juschtschenko gebe es seine Anhänger nicht nur in Kiew, sondern auch im Westen der Ukraine, im Osten und im Süden des Landes.

„Wir sind alle Ukrainer. Wir müssen uns vereinigen", sagte er.

Juschtschenko erklärte auch die Notwendigkeit, internationale Vermittler an die Lösung der Situation um die Wahlen in der Ukraine heranzuziehen. „Wir brauchen einen internationalen Vermittler. Ich weiss, wie schwer es ist, die Verhandlungen mit der Macht zu führen", sagte er.

„Die Macht muss öffentlich erklären, dass sie bei der Lösung des Konflikts auf Anwendung von Gewalt verzichtet", unterstrich Juschtschenko.

Früher haben Machtvertreter mehr als einmal erklärt, dass sie nicht die Absicht haben, Gewalt gegen die Teilnehmer der Protestaktionen anzuwenden, aber die Verletzung der Rechtsordnung nicht zulassen werden. (RIA)

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