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09-09-2004 Ukraine
Auf der Krim wird der 150. Jahrestag des Krimkriegs begangen
Am Donnerstag und am Freitag finden auf der Krim feierliche Veranstaltungen statt, die dem 150. Jahrestag des Krimkrieges in den Jahren 1853 - 1856 gewidmet sind.

Wie die Pressestelle des Ministerrates der Autonomen Republik Krim (im Bestand der Ukraine) mitteilte, beginnt die Jubiläumsveranstaltung mit der Niederlegung von Blumen an dem Dolgoruki-Obelisk in der Hauptstadt der Autonomie, in Simferopol, wo außerdem eine Gedenktafel am Gebäude des ehemaligen Krankenhauses eingeweiht wird. An den Massengräbern auf dem Friedhof von Simferopol findet eine Totenmesse statt.

Die Feierveranstaltungen gehen dann in Sewastopol weiter, wo an Massengräbern eine Gedenkveranstaltung abgehalten wird und die Überreste von Kämpfern, die im Krimkrieg ums Leben kamen, beigesetzt werden. Im Tal von Balaklawa soll ein Denkmal für die Husaren des Kiewer Regiments eingeweiht werden. Später verweilt die Führung der Krim noch auf dem Schlachtfeld am Fluss Alma.

Am Freitag, dem 10. September, kommen Gäste aus sechs Ländern zur Einweihung des Denkmals für die Opfer des Krimkriegs nach Sewastopol: aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland, der Türkei und der Ukraine. In ihrem Beisein werden an dem 1994 eingeweihten Monument des Gedenkens der Gefallenen Blumen niedergelegt.

Die Pressestelle des Ministerrates der Krim teilte mit, dass bei den Jubiläumsveranstaltungen Prinz Michael von Kent, der britische Flottenadmiral, Sir Allan West, der Befehlshaber der türkischen Seestreitkräfte, Ozden Ornek und der offizielle Vertreter des französischen Generalstabschefs, Alain Denville, erwartet werden.

Der Krimkrieg Russlands gegen die Koalition aus Frankreich, Großbritannien, Türkei und Sardinien dauerte von 1853 - 1856. Er endete mit der Unterzeichnung des Wiener Friedensvertrages, dem zufolge Russland das Recht auf eine Seeflotte und Militärstützpunkte im Schwarzen Meer verlor und der Türkei den südlichen Teil Bessarabiens abtreten musste. Russland musste sich verpflichten, keine Befestigungen auf den Aland-Inseln in der Ostsee zu errichten. Es anerkannte das Protektorat der Großmächte über Moldawien, die Walachei und Serbien.

Hauptereignis des Krimkrieges war die heldenhafte Verteidigung von Sewastopol, die 349 Tage dauerte. Nach Schätzungen von Historikern verlor Russland im Krieg mehr als eine halbe Million Menschen; die Mitgliedsländer der Koalition 350.000. (RIA)

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