Pro-russischer Präsident Kadyrow in Grosny getötet
Bei der Explosion in einem Stadion in der
tschetschenischen Hauptstadt Grosny ist am Sonntag der pro-russische Präsident
der Kaukasusrepublik, Achmad Kadyrow, getötet worden. Das berichtete die
russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Mitarbeiter des
tschetschenischen Innenministeriums.
Eine offizielle Bestätigung gab es
vorerst nicht. Zuvor hatten die russischen Nachrichtenagenturen gemeldet, dass
Kadyrow schwer verletzt worden sei.
Bei der Explosion soll auch der russische
Kommandeur für den Nordkaukasus, Waleri Baranow, getötet worden sein. Das
berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das
russische Militär.
Bei der Explosion im Dynamo-Stadion wurden nach Angaben von Polizei und
Krankenhausmitarbeitern mindestens acht Menschen getötet und 32 weitere
verwundet. Ein Vertreter des tschetschenischen Innenministeriums sagte der
Agentur Ria Nowosti, ein Sprengsatz sei in der Mitte der Haupttribüne des
Stadions explodiert.
Im Dynamo-Stadion in Grosny wurde der Sieg Russlands über die
Nationalsozialisten 1945 gefeiert. In der nach Unabhängigkeit strebenden
tschetschenischen Republik kämpfen Rebellen seit mehr als vier Jahren
gewaltsam gegen die russische Besatzung. Sie haben bereits mehrfach an
russischen oder tschetschenischen Feiertagen Anschläge verübt.
(afp/.RU)