In Litauen will zum ersten Mal ein russischsprachiger Bürger am Präsidentenwahlkampf teilnehmen. Das ist der Leiter der Investitionsgruppe "Wirtschaftsbank", Wladimir Romanow. Seine Bewerbung ist am Donnerstag in der Hauptwahlkommission des Landes eingegangen.
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Seine Entscheidung begründete er wie folgt: "Die Hoffnungslosigkeit des Systems, das die im Land herrschende Unordnung zulässt."
Die Wahlkommission wird die vorgelegten Dokumente analysieren und ihre Entscheidung über die Zulassung Romanows zum Wahlkampf am kommenden Freitag bekannt geben. Ein Wahlkommissionsmitglied hat aber bereits bezweifelt, dass der Bewerber zur Wahlkampagne zugelassen wird. "Der Begriff 'litauischer Bürger nach der Herkunft' bedeutet, dass sowohl der Kandidat als auch seine Eltern in Litauen geboren wurden", betonte er.
Wladimir Romanow wurde allerdings in der sowjetischen Stadt Twer (damalige
RSFSR) geboren.
Laut Gesetz wird litauischer Präsident für fünf Jahre gewählt. Für den Posten des Staatsoberhauptes darf ein "Bürger nach der Herkunft" im Alter von mindestens 40 Jahren kandidieren, der drei letzte Jahre in Litauen gelebt hat.
[ russland.RU ]
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