russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


22-12-2006 Schlagzeilen
Nach Tod des Turkmenbaschi - USA, Russland und EU können um das Gas rivalisieren
US-Präsident George Bush hat seine Hoffnung auf eine Erweiterung der Beziehungen mit Turkmenien zum Ausdruck gebracht.

"Wir sprechen der Familie von Präsident Saparmurat Nijasow und dem Volk Turkmeniens unser Mitgefühl aus", heißt es in einer Erklärung Bushs, die am Freitag in der "Washington Post" zitiert wurde.





Werbung


"Wir warten auf die Möglichkeit, unsere Beziehungen mit Turkmenien zu erweitern, und hoffen auf eine leuchtende Zukunft für dieses Land und auf eine Regierung, die Gerechtigkeit und Möglichkeiten für ihr Volk gewährleisten würde."

"Amerika muss Demokratie garantieren", erklärte der in Schweden lebende turkmenische Oppositionspolitiker Chudaiberdy Orasow, ehemaliger Vizeregierungschefs des Landes, gegenüber der "Washington Post". Nijasows Opponenten wollen nach seinen Worten demnächst möglichst schnell zurückkehren und an Wahlen teilnehmen, die gemäß der turkmenischen Verfassung innerhalb von zwei Monaten abgehalten werden sollen.

"Die Situation im Lande ist katastrophal", betonte Orasow. "Sollte jemand versuchen, Nijasows Politik fortzusetzen, wird es zu einer Katastrophe kommen."

Die amerikanische Investment- und Finanzgesellschaft Goldman Sachs sandte am Donnerstag nach Nijasows Ableben eine Analyse an ihre Kunden, in der betont wird, dass mit dem Tod des turkmenischen Präsidenten "die politische Stabilität im Land und die Kontrolle über dessen beachtlichen Gasexport gefährdet werden".

Goldman Sachs schließt nicht aus, dass die USA und eventuell die EU mit Russland in diesem Raum rivalisieren werden, um die Positionen des russischen Konzerns Gasprom zu schwächen, der bei der Realisierung seiner Exportverpflichtungen teilweise vom turkmenischen Gas abhängt. Turkmenien soll zu neuen Exportwegen bewogen werden, hieß es.

Zuvor hatte Sean McCormack, der offizielle Sprecher des US-Außenamtes, in Washington erklärt, die Bush-Administration sei bereit, mit der provisorischen Führung in Aschchabad zu kooperieren.

Der Sprecher betonte, dass die USA die weitere Entwicklung in Turkmenien "in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten" verfolgen werden. Zugleich wollte er keine Prognose hinsichtlich weiterer Prozesse in der Innenpolitik Turkmeniens geben.

McCormack verweigerte jede Stellungnahme zu Berichten westlicher Medien, einige Länder des Westens könnten persönliche Konten Nijasows im Ausland sperren. Er konnte auch nicht sagen, ob die USA das Gleiche zu tun beabsichtigen. [ RIA Novosti ]

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013