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Flattr this 15-06-2005 Politik
Ukraine will die russische Schwarzmeerflotte aus Sewastopol herausekeln
Die Ukraine werde versuchen, der Schwarzmeerflotte Russlands in Sewastopol unerträgliche Aufenthaltsbedingungen zu schaffen. Das sagte der Abgeordnete der Staatsduma, Konstantin Satulin, Direktor des Instituts für die GUS-Länder, am Mittwoch der RIA Nowosti.

„Die Ukraine wird versuchen, unerträgliche Bedingungen für die Flotte zu schaffen, damit Russland Zugeständnisse macht, oder sie wird sich bemühen, von Russland mehr Mittel für den Aufenthalt der Flotte in Sewastopol zu bekommen", sagte er.

Ihm zufolge „erteilten die ukrainischen Behörden ihren Geheimdiensten eine ungeschriebene Anweisung, eine Situation mit russischen Militärs in Sewastopol zu provozieren, um sie in Misskredit zu bringen und einem Informationsangriff auszusetzen, der in der Folgezeit zu einer Überprüfung der Abkommen über den Aufenthalt der Schwarzmeerflotte führen wird".

Satulin sagte, dass „man der russischen Flotte schon heute ökologische Probleme am Schwarzen Meer zur Last legt". „Wenn wir das außer Acht lassen werden, dann wird der Druck auf Russland in dieser Frage verstärkt. Davon bin ich überzeugt", betonte er.

Der ukrainische Außenminister Boris Tarassjuk erklärte in seinem Interview mit der Zeitung „Wremja Nowostej" am Mittwoch, dass die Ukraine nicht die Fristen für den Aufenthalt der Schwarzmeerflotte Russlands ändern, wohl aber den Pachtpreis neu bewerten möchte.

Unter anderem entspräche der vorgesehene Preis in Höhe von 97,75 Millionen US-Dollar pro Jahr für die Pacht von Gründstücken und der darauf untergebrachten Objekte nicht ihrem realen Wert, sagte der Minister. „Wir wollen die Höhe des Pachtpreises, ausgehend von Inlands- und Weltmarktpreisen, bestimmen. Dafür muss man eine Inventarisierung von Objekten und Gründstücken vornehmen sowie den Zustand der Ökologie bewerten", erläuterte Tarassjuk. (RIA)


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