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27-01-2005 Politik
Der Präsident Weißrusslands will die Schrauben im Kampf gegen Drogengeschäfte und den Menschenhandel anziehen
Der Präsident Weißrusslands rief dazu auf, ganz entschieden gegen Drogengeschäfte und Menschenhandel zu kämpfen. "Fakten des Menschenhandels haben bei uns keinen massenhaften Charakter.

Aber selbst einzelne Fälle des Handels mit Frauen und Kindern in Weißrussland müssen als außerordentlichen Vorfälle eingestuft werden", unterstrich Alexander Lukaschenko am Donnerstag auf einer Beratung zu Fragen des Kampfes gegen Menschenhandel.

Der Präsident unterstrich, dass die Strafen in Weißrussland für Menschenhandel "hart und unausweichlich sein werden".

"Die Minimalstrafe für illegale Handlungen im Bereich der Vermittlung von Arbeit im Ausland muss strafrechtliche Haftung bei einer vollen Beschlagnahme des Vermögens sein", erklärte Alexander Lukaschenko.

Er stellte fest, dass sich Weißrussland angesichts seiner geografischen Lage als ungeschützt für derartige, bisher unbekannte Arten von Verbrechen wie Drogengeschäfte und die Verschleppung von Frauen und Kindern zur sexuellen Ausbeutung ins Ausland erwiesen hat.

Seinen Worten zufolge werden in Weißrussland demnächst alle Firmen neu registriert, die sich mit der Arbeitsvermittlung im Ausland befassen. Er gab die Überprüfung der Texte von Verträgen in Auftrag, die derartige Arbeitsvermittler mit Bürgern abschließen. Damit soll gewährleistet werden, dass diese Leute jederzeit in ihre Heimat zurückkehren können.

"Es ist nicht die Rede davon, irgendetwas zu verbieten. Doch dieser Bereich muss transparent sein", unterstrich Alexander Lukaschenko.

Außerdem teilte er mit, dass der Staat gewillt ist, die Adoption weißrussischer Kinder durch Ausländer unter Kontrolle zu nehmen. "Kinder dürfen nur zum Zweck der Heilung adoptiert werden, und auch nur dann, wenn wir sie selbst bei uns nicht gesund pflegen können", sagte der Präsident.

Alle Mechanismen, die die Ausreise weißrussischer Bürger zur Aufnahme einer Tätigkeit im Ausland regeln, und die Adoption von Kindern durch Ausländer werden in einem Präsidentenerlass festgelegt. Dieses Dokument, so wird erwartet, unterschreibt Alexander Lukaschenko schon demnächst. (RIA)

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