Nasdorowje! Internet-Zeitung aus Russland feiert seinen fünften Jahrestag
Das, was heute unter russland.RU zu lesen ist, fand seinen Anfang vor fünf Jahren in der kleinen Künstler- und Weltraumstadt Tarusa am südlichen 100km-Ring um Moskau.
Nach langen Vorbereitungen wurde das Konzept für eine deutschsprachige russische Internet-Zeitung erstmals am 12. November 1999 der "Moskauer Deutschen Zeitung" vorgestellt.
Wir wollten ein tagesaktuelles Informationsangebot über und aus Russland mit Regionalberichterstattung aufbauen. Unterfüttert mit einem umfangreichen Serviceteil für das Leben in Russland: Veranstaltungstermine, Reisehilfen, Tipps und wichtige Adressen.
Um bei dieser breiten Fächerung Qualität liefern zu können, war frühzeitiges und weitgehendes Outsourcing angesagt: Kooperationen eingehen und Kompetenzen an vertrauenswürdige Partner abgeben. Zeitungsmacher liefern Produkte für die Bewusstseinsindustrie. Das erfordert Tiefgang mit solider Verankerung. Besonders, wenn dies vor Ort als Gast in der Fremde geschieht.
Seriöses aus Russland über Russland in deutscher Sprache - so etwas gab es damals nicht. Es fehlte geradezu, wie jetzt unser kleines Jubiläum beweist. Der spätere Erfolg von Kopien dieses Konzepts unterstreicht den Bedarf und die Qualität des Erstlings.
Die Idee zur Schließung der Russland betreffenden Informationslücke war also vorhanden, für die Umsetzung des Konzeptes fehlten aber noch passende Partner.
Parallel zur Suche nach Kooperation stellte das team okasoft die ersten Nullnummern unter dem Namen das-moskauer-stadtjournal.de auf dem kleinen Tarusa-Server ins weltweite Netz.
Die ersten Nachrichten betrafen den damaligen Präsidenten Jelzin und die Moskauer Kneipenszene. Ohne Datenbank und professionelle Software mussten damals alle Berichte umständlich per Hand auf den Server geladen werden.
Ein eigenes Content-Management-System kam erst Ende Dezember dazu, entwickelt von der Firma "okasoft" aus Tarusa. Unvergessen bleibt der Moment, als unser Neuling den Jahreswechsel 1999 – 2000 mit einem 1.Januar 19100 krönte.
Im realen Januar 2000 zog die Internet-Zeitung auf den deutschen Server unseres neuen Nachrichtenlieferanten "rufo" um und wechselte mehrfach den Namen ( von "rufo-service" über moskau.ru zu russland.RU ).
Am 1. Januar 2001 konnte die Crew von Okasoft die am 31.Dezember 2000 freigewordene Domain russland.ru anmelden - ein paar Minuten nach Ende der Neujahrsansprache im Fernsehen.
Ende 2002 bekam unsere Internet-Zeitung den aktuellen Namen russland.RU.
In der Urlaubszeit des Sommers 2003 versuchte plötzlich unser kleiner Nachrichtenlieferant die gesamte Internet-Zeitung putschartig unter Einsatz nicht unerheblicher Bestechungsgelder zu übernehmen und die Entwickler und Programmierer aus dem Projekt zu drängen. Es folgte ein monatelanger Prozess mit rufo (Firmensitz: Zypern, Büro: Moskau) um die Besitzverhältnisse an der Domain www.russland.ru.
Der Plan des ehemaligen Partners, uns nach der gescheiterten Übernahme mit einem aussichtslosen Prozess wenigstens finanziell zu ruinieren, ging dank guter Unterstützung der Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle nicht auf.
Ohne den Ballast der Abwehr einer feindlichen Übernahme konnte russland.RU endlich neue Wege beschreiten. Im Sommer 2003 setzte russland.RU auf die Kooperation mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Zu einer Zeit, als andere uns deswegen noch zu diffamieren versuchten, machte russland.RU mit seiner Politik „Nachrichten gegen den Mainstream der deutschen Presse“ einen großen Schritt in die Zukunft. Heute beziehen sich selbst die damals größten Kritiker auf diese wichtige Agentur und pflegen ebenfalls partnerschaftliche Kontakte.
Nach fünf Jahren innovativer Arbeit versteht sich russland.RU immer noch als Vorreiter einer Nachrichtenpolitik, in der sich vorrangig die Meinungen der Betroffenen, also der Russen, spiegeln. Dieser Brennpunkt machte russland.RU zur meistgelesenen Internet-Zeitung der Sparte "Große Bärin".
Im Dezember 2003 übersprang russland.RU die Eine-Millionen-Grenze bei den monatlichen Seitenaufrufen. Die stetig steigenden Besucherzahlen des Online-Portals sind ein Zeichen für unsere erfolgreiche Arbeit.
Mediadaten erstellt von Schlund & Partner weitestgehend nach IVW-Norm
Darüber hinaus zeigt das wachsende Interesse, vor allem bei politischen Veränderungen (siehe Grafik), dass die Positionierung zum wichtigsten deutschsprachigen Informationsmedium über Russland gelungen ist.
Im März 2004 wurde russland.RU endlich als Massenmedium im russischen Presseministerium registriert.
Dort wo wir leben und arbeiten, wollen wir auch gemeldet sein und unsere Steuern bezahlen.
Ohne Partner und freie Mitarbeiter wäre russland.RU nicht das, was es heute ist. Während die deutsche Presse Lobeslieder auf eine etwas zweifelhafte Fernsehserie über ein Familien-Survivaltrainings in Sibirien sang, war bei russland.RU die kritische und satirische Aufarbeitung von Ralf Brings zu lesen.
Nicht nur zur Fernsehserie, sondern auch zu einer doch manchmal sehr eigenartigen russischen Berichterstattung seitens deutscher Medien.
Hans-Ulrich Berger schreibt seit Januar 2004 exclusiv für russland.RU und gehört seitdem zum Team.
Seine vielfältigen Auslands- und Berufserfahrungen sowie seine Lust an der Sprache haben den journalistischen Bereich 'Kommentar' belebt - ein Universalgelehrter und Hamburger Gewächs.
Als Publizist, Transformationsforscher und Initiator von Projekten der interkulturellen Kooperation kennt er Russland seit vielen Jahren und kann daher durch seine vielfachen Kontakte hinter die Kulissen sehen.
Er beleuchtet Russland von einer Seite, die von der Mainstreampresse gar nicht erst gesehen wird.
Der Büchervielfrass hat uns zur Frankfurter Buchmesse begleitet und ist zu einem festen Bestandteil der Kulturseite geworden.
Unter www.buecher.ru sind bereits deutlich mehr als 100 Rezensionen abrufbar. Sie geben unseren Lesern und Leserinnen einen breiten Überblick über die deutschsprachige Russland betreffende Literatur.
Die Berichterstattung über die Präsidentenwahlen in Georgien am 4 Januar war der Startschuss für unsere Kooperation mit Georgien-Nachrichten.de - der führenden deutschsprachigen Quelle für Nachrichten aus dem Kaukasusland.
mehr Nachrichten aus Georgien bei
Seit vier Jahren sind Thomas Berscheid und seine Frau Irma Berscheid-Kimeridze mit ihrer Seite im Netz. Sie ist Georgierin und so erhalten die beiden über zahlreiche persönliche und offizielle Kontakte Informationen aus erster Hand über wichtige politische, wirtschaftliche und kulturelle Ereignisse in Georgien.
Auch in Zukunft wird russland.RU sein Informationspotenzial durch neue Partnerschaften erweitern. Mit www.finanztreff.de und den dazugehörigen Partnerseiten wird russland.RU ein spezielles Wirtschaftsportal für den Bereich Osteuropa - Russland erstellen und damit noch umfangreicher wichtige Informationen über die Wirtschaftsentwicklung in Russland berichten können.
Mit www.mvregio.de ist russland.RU eine Partnerschaft eingegangen, die uns ebenfalls neue Bereiche eröffnett. Damit wurde der Grundstein für eine Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen gelegt, die unter anderem den Austausch von Nachrichten und Korrespondenzbüros der Portale MVregio und russland.RU sowie eine gegenseitige Bewerbung beinhaltet.
Mit MVRegio und dem 'Barentsobserver', mit dem wir ebenfalls partnerschaftlich zusammenarbeiten, schliesst sich so langsam der Kreis um die Ostsee. Weitere Kooperationen wie mit dem 'Eurasischen Magazin' und anderen Onlinepublikationen haben kürzlich begonnen oder befinden sich noch im Verhandlungsstadium.
Visum – Service bei russlandreisen.RU
Die Reiseseiten von russland.RU helfen bei Fahrten oder Flügen nach Russland. Mit unserem Reisebüropartner 'Flait' baut russland.RU ein umfangreiches Reiseportal auf. Vieles, wie der komplette Visa-Sevice inclusive Businesseinladungen, befindet sich noch im Aufbau, aber vieles funktioniert auch schon: Unter www.visum.ru können touristische Einladungen geordert sowie Buchungen für Hotels, Eisenbahnfahrkarten und Flugtickets können problemlos bestellt werden.
Wer die Provence, die Toscana oder den Alentejo mag, der wird sich auch in Tarusa wohl fühlen. Wer in der kleinen Perle an der Oka wohnt, dem gefällt die Arbeit der Raduga-Stiftung in Tarusa.
russland.RU und Raduga – Tarusskaja helfen in Russland
Deswegen haben die Berichterstattung um Jörg Duss aus der Schweiz und die Partnerschaft mit seiner Stiftung bei russland.ru einen ungewöhnlich hohen Stellenwert.
Russland braucht Tausende solcher Iniativen, um das Gift des Zentralismus auszuschwitzen.
Wer Raduga hilft, leistet professionelle Entwicklungshilfe.
Der Reinerlös unseres „russland.RU shop“ geht selbstverständlich an den real-funktionierenden-Regenbogen (raduga). Besonders im geizgeilen Deutschland sind Spenden an die Schweizer profitabelst investiert.