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24-09-2004 Medien & Netzwelt
Präsident Putin über Spezifik der Arbeit der Massenmedien bei der Beleuchtung von Terroranschlägen
Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, hat erklärt, dass die Massenmedien ein solches Modell ihrer Tätigkeit erarbeiten müssen, das sogar die unwillkürliche Form des Beistandes zu Zielen der Terroristen ausschließen würde.

„Die Information von Journalisten vom Ereignisort darf unter keinen Umständen einen Schaden vor allem Menschen zufügen, die Opfer eines Terroranschlages geworden sind", erklärte der Präsident Russlands in seiner Ansprache bei der Eröffnung eines Weltkongresses der Nachrichtenagenturen in der russischen Hauptstadt.

Putin bedankte sich bei jenen ausländischen Nachrichtenagenturen, die in ihrer Informationstätigkeit Russland die Aufmerksamkeit schenken.

„Am häufigsten haben wir mit dem Professionalismus und einer objektiven Einschätzung von Ereignissen (in Russland) zu tun, ob sie uns gefällt oder nicht", sagte der russische Präsident in Beantwortung der Fragen von Teilnehmern des Weltkongresses der Nachrichtenagenturen.

Putin betonte, dass man sich früher zur UdSSR mit Argwohn verhalten hatte, und erklärte: „Viele Leute sahen nicht ein, dass sich die Situation in unserem Land seit jener Zeit grundlegend geändert hatte."

„Bei der Beleuchtung von Ereignissen wird mitunter zwischen der Sowjetunion und dem heutigen Russland nicht unterschieden. Es kommt auch vor, dass jene, die über unser Land schreiben, im Inneren Russland noch befürchten", sagte der russische Staatschef.

Putin rief die Antiterrorkoalition auf, die Notwendigkeit der Erarbeitung einer einheitlichen Vorgehensweise bei der Gewährleistung der internationalen Sicherheit im 21. Jahrhundert zu erkennen.

„Nur eine multipolare Welt, wo das Völkerrecht vorherrschen wird und wo Völker und Länder, die sich etwas geschmälert fühlen, seine Sicherheit empfinden und gegen die Willkür geschützt sein werden", sagte der Präsident Russlands.

Er betonte, dass sich die geänderte Welt nicht mehr bipolar ist. In diesem Zusammenhang sagte der Präsident über die Unzulässigkeit der Nutzung der früheren Mechanismen für die Erreichung der eigenen Interessen.

„Wir hatten den Dschin von Kernwaffen aus der Flasche herausgelassen und müssen ihn zurückschicken, genauso, wie wir den Dschin des internationalen Terrorismus zurückschicken müssen. Alle müssen einsehen, dass der internationale Terrorismus eine allgemeine Gefahr ist. Es ist notwendig, alles zurückzuwerfen, was es in der Vergangenheit gegeben hatte, und die Anstrengungen zu vereinigen, um in die Zukunft zu gehen", sagte Putin.

Das Ziel der Terroranschläge in Russland hatte darin bestanden, der Einheit des Landes einen Schlag zu versetzen, erklärte Wladimir Putin.

„Die Führung Russlands realisiert die Forderungen der Verfassung, die Einheit des Machtsystems zu sichern, denn das Endziel einer Reihe von Terroranschlägen in unserem Land war der Schlag gegen seine Einheit gewesen", sagte der Präsident Russlands.

„Russland will ein demokratischer und sozialer Staat mit der Marktwirtschaft sein und wird ein solcher sein", erklärte Putin.

„Nach einer Reihe von Terroranschlägen wird es im Leben des Landes keine Wendung geben. Russland hat seine Wahl noch vor zehn Jahren getroffen. Aber wir müssen Schlüsse daraus ziehen, was geschehen ist. Denn das Ziel der Terroristen war der Zerfall der Russischen Föderation gewesen", sagte er.

„Für uns sind die Demokratie und die Stabilität in gleichem Maße wichtig. Ich bin mir dessen sicher, dass Russland einen solchen Plan seiner Entwicklung realisieren wird, bei dem sowohl die Demokratie als auch die Stabilität gesichert sein werden", erklärte der Staatschef. (RIA)

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