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19-12-2003 Ticker Verschiedenes
HÄLFTE VON VORRÄTEN AN RUSSISCHER MUNITION AUS TRANSNISTRIEN ABGEZOGEN
TIRASPOL, 19. Dezember. /RIA „Nowosti"/. Die Hälfte von Voräten an russischer Munition, die sich in Lagern zum Beginn der Erfüllung der Istanbuler Verpflichtungen durch Russland befunden hatten, sind aus Transnistrien (nichtanerkannte Republik im Bestand Moldawiens) abgezogen. Insgesamt gab es dort bis heute über 42 000 Tonnen Munition.

Das teilte man der RIA „Nowosti" am Freitag im Stab der operativen Gruppe russischer Truppen mit, nachdem ein neuer Militärzug mit Fla- und Panzerabwehrraketen in der vergangenen Nacht nach Russland abgefertigt worden war.

Insgesamt wurden im laufenden Jahr aus der Region 39 Militärzüge mit militärischem Gerät, 30 davon mit Munition, abgefertigt.

Bei der Beibehaltung des heutigen Tempos des Beladens und bei fehlenden Hindernissen durch örtliche Behörden brauchen russische Armeeangehörige für die Ausfuhr der gebliebenen Vorräte mindestens fünf bis sechs Monate, sagte man im Stab der Gruppierung.

In der laufenden Woche erklärte der Spitzenvertreter Transnistriens Igor Smirnow, dass der Prozeß der Ausfuhr des russischen militärischen Geräts mit einem Fortschritt bei der Regelung des Transnistrien-Problems direkt zusammenhängen muß. Außerdem gibt die Weigerung des Präsidenten Moldawiens Vladimir Voronin, das durch Russland vorgeschlagene Memorandum über Transnistrien-Regelung zu unterzeichnen, nach Meinung Smirnows Moskau das Recht, die Frist der Ausfuhr seines Arsenals aus der Region zu überprüfen.

Der offizielle Vertreter der OSZE-Mission in Moldawien Klaus Neukirch meint seinerseits, dass dieser Prozeß keinesfalls mit dem Prozeß der Beilegung des Konflikts zusammenhängt. "Russland hat Verpflichtungen vor der OSZE, und ungeachtet dessen, dass in Maastricht keine Entscheidung bezüglich der russischen militärischen Präsenz in der Transnistrien-Region getroffen worden war, bleiben die früheren auf den Gipfeln in Istanbul und Porto eingegangenen Verpflichtungen in Kraft", sagte Neukirch.


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