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16-12-2003 Ticker Verschiedenes
RUSSLAND RECHNET NACH HUSSEINS VERHAFTUNG MIT INFORMATIONEN ÜBER MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN
MOSKAU, 16. Dezember. /RIA „Nowosti"/. In Russland rechnet man damit, dass die Verhaftung Saddam Husseins die Frage über das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak klären wird, erklärte der Leiter des russischen Außenministeriums Igor Iwanow.

„Wir rechnen damit, dass die Verhaftung Saddam Husseins es ermöglichen wird, eine Antwort auf die Frage zu finden, die uns alle beunruhigt, und nämlich: Gab es im Irak Massenvernichtungswaffen oder nicht? Eben dieses Problem wurde zu einem Detonator der heutige Krise im Lande", erklärte der Außenminister der RF, der sich zur Zeit in Chile aufhält, vor der Zeitung „Wremja nowostej".

Nach Meinung Igor Iwanows muß das irakische Volks selbst Gericht über Saddam Hussein halten. „Das Internationale Tribunal für Irak gibt es nicht", erinnerte der Minister. „Wir sehen es auf eine politische Regelung im Irak ab und müssen entsprechend den irakischen Vertretern selbst vertrauen. Sie müssen Gericht über Saddam und vielleicht auch über andere irakische Politiker halten, gegen sie diese oder jene Anschuldigungen erhoben werden können." Auf die Frage danach, ob sich Russland für Saddam einsetzen könnte, wenn ihm die Todesstrafe drohen wird, sagte Igor Iwanow: „In diesem Fall ist das die Sache nur der irakischen Rechtsprechung, die die Interessen ihres Landes und die Interessen der Zukunft Iraks wahrnehmen muß." „In jedem Fall hat die Verhaftung Saddam Husseins es ermöglicht, den Prozeß der Herstellung der Sicherheit im Irak unter der UNO-Schirmherrschaft zu beschleunigen, ist zu einem neuen Ausgangspunkt geworden, hat es möglich gemacht, dem irakischen Volk die Souveränität zurückzugeben und den möglichst schnellen Wiederaufbau des Landes in die Wege zu leiten", meint der Leiter des russischen außenpolitischen Amtes.


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