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24-11-2003 Ticker Verschiedenes
KUBAS VIZEAUSSENMINISTER: KUBA STREBT ALLSEITIGE BEZIEHUNGEN MIT RUSSLAND AN
MOSKAU, 24. November (von RIA-„Nowosti"-Korrespondent Michail Beljat). Kuba strebt allseitige Beziehungen mit der Russischen Föderation an. Das erklärte Fernardo Ramirez, Erster Vizeaußenminister Kubas, der zu einem offiziellen Besuch in Moskau weilt, in einem RIA-„Nowosti"-Interview.

„Wir hoffen, dass die Beziehungen zwischen Kuba und Russland bei den Verhandlungen, Treffen und Konsultationen, die im Rahmen dieses Besuchs stattfinden werden, einen neuen Ansporn bekommen und in die Phase einer stabilen Entwicklung übergehen werden", sagte der kubanische Diplomat.

Im Wirtschaftsbereich wurde vereinbart, auf eine Vergrößerung des Handelsumsates zwischen Russland und Kuba hinzuarbeiten.

Geplant ist eine Vergrößerung von Investitionen, und zwar „nicht nur russischer Investitionen in die Wirtschaft Kubas, sondern auch kubanischer Investitionen, wenn die auch vorerst bescheiden sind, in Russlands Wirtschaft", erklärte der Minister. Als Beispiel nannte er den Tourismussektor und die wachsende Zahl russischer Touristen in Kuba. Unter aussichtsreichen Kooperationsbranchen nannte er Stromenergiewirtschaft und extraktive Industrie. „Unsere Wirtschaftsbeziehungen haben ein riesiges Potential, sie können und müssen sich entwickeln", betonte Ramirez.

Eines der wichtigsten Ergebnisse seines Besuchs sieht der kubanische Diplomat in der Unterzeichnung eines Abkommens über die Zusammenarbeit zwischen beiden Außenämtern im nächsten Jahr. Darin wird verankert, dass die Positionen Kubas und Russlands zu einem großen Kreis von Fragen der internationalen und der bilateralen Beziehungen identisch sind.

In den letzten zehn Jahren hat Kuba diplomatische Beziehungen mit mehr als 50 Ländern hergestellt. Allein im vergangenen Jahr wurde Kuba von Delegationen aus 115 Ländern besucht, 24 davon waren Besuche auf höchster Ebene. „All das geschieht trotz der amerikansichen Blockade, da die USA versuchen, beliebige Kontakte Kubas mit der Außenwelt zu verhindern", betonte Ramirez. „Wr wissen die Rolle und den Einfluss Ruslsands in der internationalen Gemeinschaft zu schätzen und sind äußerst daran interessiert, dass die Zusammenarbeit mit Kuba einen würdigen Platz in den vielfältigen Außenpolitischen Beziehuegen Russlands einnehmen würde." Zwar ist es nach 1991 zu einer radikalen Verringerung von Kontakten zwischen beiden Staaten gekommen, in Kuba sind aber die Traditionen der Freundschaft und der Sympathie für Russland weiterhin stark, betonte er. Die Kubaner empfinden weiterhin großes und aufrichtiges Interesse für Kultur, Geschichte und Sprache sowie für die gegenwärtigen Errungenschaften Russlands. Zehntausende von Kubanern erinnern sich mit großer Herzlichkeit an ihre Studien- und Arbeitsjahre in der Sowjetunion. Kubanische Delegationsmitglieder trafen während des Besuchs mit dutzenden russischen Bürgern zusammen, deren Erinnerungen an die Arbeit und den Aufenthalt in Kuba nicht weniger herzlich sind. „Dies ist auch das wichtigste und stärkste Entwicklungspotential unserer Beziehungen", betonte Ramirez abschließend. „In den einfachen Kubanern wird Russland stets Freunde haben."


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