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03-11-2003 Ticker Verschiedenes
RUSSLANDS OBERRABBINER: POLITIK DER REHABILITIERUNG VON EX-SS-LEUTEN IN ESTLAND UND LETTLAND
MOSKAU, 3. November (von RIA-„Nowosti"-Korr.) Eine Politik der Rehabilitierung früherer SS-Leute, die an einer massiven Jüdenvernichtung teilgenommen haben, wird in Estland und Lettland auf staatlicher Ebene betrieben. Das erklärte Russlands Oberrabbiner Berl Lasar am Montag in einer Pressekonferenz in RIA „Nowosti", die dem Bau eines Denkmals „Für alle Freiheitskämpfer Estlands, die im 2. Weltkrieg gefallen sind" in Estland.

„Vor unseren Augen wird der Versuch unternommen, Nazi-Verbrecher zu nationalen Helden und zu Musterbeispielen für die junge Generation zu machen", erklärte er.

Alexander Brod, Direktor des internationalen Büros für Menschenrechte in der Ex-UdSSR, stellte fest, dass diese Tendenzen, die einen Nährboden für Xenophobie und Antisemitismus schaffen, von den europäischen Staaten nicht auf die gebührende Weise bewertet werden. „Anscheinend haben sich diese damit abgefunden, dass der EU und der NATO Länder beitreten sollen, die die wichtigsten Lehren des 2. Weltkrieges und vor allem Holocaust vergessen wollen".

Nach seinen Worten sei ein gemeinsamer Appell an Israels Regierungschef Ariel Sharon angenommen worden, das Vorgehen im Baltikum zu bewerten und den Prozess der Rehabilitierung der Nazi-Verbrecher zu stoppen. Ein weiterer Appell werde an die EU-Vertretung in Moskau gerichtet, hieß es.


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